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Microsoft .NET als "Shared Source"

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Der amerikanische News-Dienst O'Reilly Network berichtet von Plänen Microsofts, Teile der in .NET enthaltenen Common Language Infrastructure (CLI), einen C#- und einen ECMAscript-Compiler unter eine besondere Lizenz zu stellen. Diese soll es Programmierern gestatten, den Quelltext zu lesen und Teile in eigenen Entwicklungen zu verwenden. Der Nachrichtendienst zitiert aus einem Interview mit Microsofts Programm-Manager Dave Stutz, in dem dieser ankündigt, die Lizenz werde Entwickler in die Lage versetzen, selbst nichtkommerzielle Portierungen bestimmter .NET-Bestandteile nach Linux zu erstellen. Microsoft selbst habe Corel mit einer Portierung nach FreeBSD beauftragt.

In verschiedenen Ankündigungen zu .NET hat Microsoft schon zuvor betont, die Programmiersprache C# und die CLI – eine mit einer Java-VM vergleichbare Laufzeitumgebung – seien prinzipiell nicht an Windows gebunden. Die Redmonder haben sie daher bei der ECMA zur Standardisierung eingereicht, um Implementierungen anderer Hersteller zu ermöglichen. Bisher war allerdings immer nur von den Programmierschnittstellen und nicht von einer offenen Beispielimplementierung die Rede. (hos)