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Microsoft Österreich prämiert technische Ideen

Anlässlich des österreichischen Microsoft Innovation Days wurden am Montag in Wien technische Projekte ausgezeichnet, die auf Software des US-amerikanischen Konzerns setzen. Eine Vorrichtung namens "Intendix", mit der komplett gelähmte Personen (locked-in) kommunizieren können, wurde mit dem Hauptpreis ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert war.

Das Brain Computer Interface Intendix besteht aus einer Kopfhaube mit Elektroden, die Hirnströme misst (EEG). Daran angeschlossen ist ein Verstärker, dessen Signale von einem Computer verarbeitet werden. Der Nutzer sieht auf dem Bildschirm Buchstaben aufblitzen und kann durch Gedanken Buchstaben auswählen. Der Hersteller g.tec medical engineering gibt an, dass so fünf bis zehn Buchstaben pro Minute "geschrieben" werden können. Davon könnten neben locked-in-Patienten auch Querschnittgelähmte oder ALS-Patienten profitieren. Ein Paket aus Interface, Software, und Laptop kostet 10.200 Euro.

Im Finale des Wettbewerbs standen auch das "time cockpit[", eine Software für Zeiterfassung, sowie [i]Route4you" der Firma Solvion. Die beiden wurden mit je 1000 Euro bedacht. Route4you ist ein Routenplaner für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die noch in einem geschlossenen Teststadium befindliche Website soll Blinden, Personen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern oder gebrechlichen Personen die selbstständige Fortbewegung im städtischen Raum erleichtern. Voraussetzung für die Erstellung barrierefreier Routen ist allerdings die Verfügbarkeit detaillierter Geodaten. Die Benutzer können ihre Profile individuell anpassen, Daten ergänzen und Inhalte bewerten, was anderen Usern zugute kommen kann.

Unter den weiteren Bewerbern waren der erstmals auf der Roböxotica aufgetretene Cocktailroboter melmacc, ein Prototyp eines besonders günstigen 3D-Druckers und die Software fun.tast.tisch. Damit wird auf Basis von Microsoft Surface (berührungsempfindlicher Tischcomputer) die Therapie von Kindern mit Lernschwächen gefördert.

Das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie verlieh einen nicht dotierten Sonderpreis "ICT for Green" an die Firma Artaker für "math.route", eine Logistik-Software zur Optimierung von Beladungen und Fahrtrouten von LKW. (anw)

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