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Microsoft Office 2019 ohne OneNote

Microsoft hat mitgeteilt, dass das Notizprogramm OneNote nicht mehr in Microsoft Office 2019 enthalten sein wird. Das Office-Paket soll im September erscheinen.

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Microsoft Office 2019 ohne OneNote

Microsoft hat offiziell bestätigt, dass die nächste Version von Microsoft Office kein OneNote mehr enthalten wird. OneNote-Nutzer sollen stattdessen auf die mit Windows 10 installierte UWP-Version der Notizbuch-App zurückgreifen. Ganz überraschend kommt das Aus für OneNote nicht: Die Aufzählung der in MS Office 2019 enthaltenen Programme enthielt bereits bei dessen erster Ankündigung keinen Hinweis auf OneNote mehr. Die neue Version des Büropakets soll im Herbst erscheinen und wird nur unter Windows 10 funktionieren.

Schon seit Längerem hatte Microsoft die Weiterentwicklung der Desktop-Version ("Win32") eingestellt. Die letzte Version, die ein paar neue Funktionen bekam, war OneNote 2013. Jetzt zieht Redmond endgültig den Stecker – jedenfalls fast.

Zwar wird es definitiv kein OneNote 2019 geben – OneNote 2016 soll allerdings weiterhin verfügbar bleiben. Zumindest für die nächsten zwei Jahre erhält das Programm Bugfixes und Sicherheitspatches, also bis zum offiziellen Support-Ende von Office 2016. Für Nutzer des Extended-Support sind es sogar fünf Jahre. Neue Funktionen oder die Verbesserung vorhandener Features schließt Microsoft aber aus.

Beim Upgrade von Office 2016 auf 2019 soll ein installiertes OneNote 2016 erhalten bleiben, wenn man es zumindest einmal gestartet hatte. Das wird unter anderem anhand eines Registry-Schlüssels ermittelt. Das alte OneNote werde problemlos neben und mit den neuen Office-Modulen arbeiten, erklärt der Hersteller. Ob das auch das DLL-Sharing und die Unterstützung von COM-APIs einschließt, ist aber noch unklar. Die COM-APIs werden zum Beispiel für den Austausch von Aufgaben und Kontakten zwischen OneNote 2016 und Outlook benötigt.

Auf Neuinstallationen von Office 2019 – als Einzellizenz oder im Rahmen von Office 365 – wird OneNote 2016 fehlen. Microsoft will zwar einen Weg zur nachträglichen Installation öffnen, lässt sich über Details hierzu allerdings noch nicht aus.

Schon in der Vergangenheit wurden OneNote-Nutzer mit Nachdruck auf die deutlich funktionsärmere Windows-10-App (UWP) von OneNote verwiesen. Sie ist immerhin für Tablets und die Stift-Nutzung optimiert. Microsoft verspricht, deren Funktionsrückstand auf OneNote 2016 nach und nach weitgehend aufzuholen und völlig neue Features hinzuzufügen. Einiges wird aber auf der Strecke bleiben, etwa die Möglichkeit, Notizbücher auch lokal oder in einem LAN-Verzeichnis abzulegen. Wer darauf angewiesen ist, muss sich laut Microsoft wohl künftig nach einer anderen Lösung umsehen. Eine Funktion zum Übertragen lokal gespeicherter Notizbücher auf OneDrive oder OneDrive for Business hat Microsoft jüngst in der Windows-10-App implementiert.

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