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Microsoft: Sicherheit ist aufwendig wie die Mondlandung

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1962 verkündete der damalige US-Präsident John F. Kennedy seine ehrgeizigen Pläne, noch vor Ende des Jahrzehnts Menschen auf dem Mond landen zu lassen ("We choose to go to the Moon"). Ähnlich visionär versuchen sich des öfteren die Verantwortlichen im Hause Microsoft zu geben -- so nun auch Microsofts Chef-Sicherheitsstratege Scott Charney auf dem ersten britischen E-Crime-Kongress. Dort verglich er den Aufwand der Bemühungen seines Konzerns um sichere Software mit dem NASA-Programm der 60er Jahre, berichtet die News-Site The Register.

"Ich würde Trustworthy Computing mit Kennedys Versprechen gleichsetzen, Menschen auf den Mond zu senden. Beides braucht einige Zeit." Microsoft müsse die fundamentalen Protokolle und die aktuellen Produkte genau kontrollieren. Das könne Jahre dauern, meint der Sicherheitschef. Die Industrie und öffentliche Stellen müssten gemeinsam für mehr Sicherheit im Internet sorgen und dementsprechend sichere Produkte anbieten.

Scott Charney ist seit Anfang Februar 2002 Chef für Produktsicherheit bei Microsoft. Der ehemalige Beamte des US-Justizministeriums und Manager bei PricewaterhouseCoopers beaufsichtigt alle Schritte der Trustworthy Computing Initiative. Bill Gates hatte im Januar 2002 der Sicherheit absoluten Vorrang eingeräumt und den Strategiewechsel verkündet. Mittlerweile betreibt Microsoft unter anderem das Palladium-Projekt. Dabei geht es dem Unternehmen auf lokaler Ebene um die Sicherheit persönlicher Daten, auf regionaler um den Schutz von Firmeninformationen und auf globaler um die Wahrung des Copyright und des geistigen Eigentums.

Zu den Themen Palladium/TCPA sowie aktuellen Auseinandersetzungen um geistiges Eigentum und Digital Rights Management siehe auch: (anw)

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