Menü

Microsoft Store: eBooks ab Juli nicht mehr verfügbar

eBooks aus dem Microsoft Store sind in Kürze nicht mehr verfügbar. Buchkäufer erhalten die volle Rückerstattung sämtlicher Käufe.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 191 Beiträge

(Bild: pixabay.com)

Von

Das US-Unternehmen Microsoft verkauft seit dem 2. April 2019 keine eBooks mehr im Microsoft Store. Nur noch bis Juli 2019 ist es möglich, gekaufte oder kostenlos geladene Bücher zu lesen. Eine digitale Rechteverwaltung (DRM) kontrolliert die Nutzung elektronischer Bücher aus dem Microsoft Store; sobald Microsoft die zugehörigen DRM-Server abschaltet, sind die Bücher wertlos und ein Zugriff unmöglich.

Kunden erhalten den ursprünglichen Kaufpreis vollständig zurück, er wird auf das ursprüngliche Zahlungsmittel erstattet. Wurde letzteres jedoch aus dem Microsoft-Konto entfernt oder ist nicht mehr verfügbar, erfolgt die Rückerstattung als Gutschrift, die im Microsoft Store wieder eingesetzt werden kann.

Mit den eBooks verschwinden auch darin hinzugefügte Markierungen und Anmerkungen. Für Bemerkungen und Notizen, die vor dem 2. April in einem im Microsoft Store erworbenen Buch hinzugefügt wurden, kündigte Microsoft eine zusätzliche Gutschrift in Höhe von 25 US-Dollar (22 Euro) an. Diese werden dem Microsoft-Konto gutgeschrieben und lassen sich ebenfalls im Microsoft Store verwenden.

Über eine Auszahlung oder Übertragung auf andere Zahlungsmittel äußert sich Microsoft in den FAQ zu dem Thema eBooks nicht. Auch auf nicht mehr verfügbare Zahlungsmittel, mit denen Bücherkäufe getätigt wurden, und deren Auszahlung geht das Unternehmen nicht weiter ein. Sobald Microsoft mit der Rückerstattung Anfang Juli beginnt, soll der Zugriff auf die erstatteten Bücher nicht mehr möglich sein.

Laut Medienberichten steigt Microsoft aus dem eBook-Geschäft aus, weil es nicht rentabel genug war. In den sozialen Netzwerken löste die Schließung der Büchersparte im Microsoft Store und die damit verbundenen DRM-Probleme, die einen weiteren Zugriff auf die Bücher unmöglich machen, erneut Diskussionen über die digitale Rechteverwaltung aus.

(bme)