Microsoft-Tochter und T-Mobile USA informieren Sidekick-Kunden über Datenverlust

Auf den Servern des Datendienstleisters Danger, einer Microsoft-Tochter, sind die Kontakt- und Kalenderdaten der Kunden verloren gegangen. Die Wahrscheinlichkeit, sie wiederherstellen zu können, sei gering.

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Kunden des von T-Mobile in den USA angebotenen Smartphone-Datendienstes Sidekick stehen ihre persönlichen Informationen wie Kontakt- und Kalenderdaten, Aufgabenlisten und Fotos nicht mehr zur Verfügung. Wie der Mobilfunkanbieter und sein Datendienstleister, die Microsoft-Tochter Danger, mitteilen, seien die Daten auf den Servern verloren gegangen. Die Unternehmen arbeiten nach eigenen Angaben nun daran, sie wiederherzustellen. Mehr dazu sollen die Kunden am morgigen Montag erfahren.

Sidekick-Funktionen wie Push-E-Mail, Internetzugang oder das Fotoalbum werden ausschließlich über die Danger-Server abgewickelt. Die Techniker der Unternehmen arbeiten laut Mitteilung "rund um die Uhr". Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Informationen wieder herstellen können, sei aber sehr gering. Den Sidekick-Nutzern wird empfohlen, ihre Geräte nicht durch Ausbauen der Batterie zurückzusetzen, da möglicherweise noch vorhandene persönliche Daten aus dem Speicher gelöscht werden könnten.

In den USA kam Ende 2002 das einfache Handy Danger Hiptop auf den Markt. Die Engpässe durch die damals noch recht langsamen Funknetze umging Danger, indem das Gerät alle Zugriffe auf das Netz auf den Danger-eigenen Server umleitete. Nach der Übernahme durch Microsoft Ende 2008 stellt Danger den Dienst für Europa zum Ende dieses Jahres ein. T-Mobile USA bietet jedoch weiterhin Geräte unter dem Sidekick-Label an. (anw)