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Microsoft: Windows Vista ist "secure by design"

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Ray Ozzie, auf den Mitte Juni dieses Jahres der Titel des Chief Software Architect von Microsoft-Gründer Bill Gates überging, betont, dass Windows Vista von Grund auf so entwickelt wurde, dass es sicher sei, also "secure by design". Ozzie sprach gestern auf dem Web 2.0 Summit, also am selben Tag, an dem die finale Version des kommenden Betriebssystems in die Produktion geschickt wurde. Der Microsoft-Manager räumte dabei aber auch ein, dass es sich bei Vista eben um Software handelt und es daher auch mit Makeln behaftet sei.

In die Zukunft blickend – wie es sich für einen Chief Software Architect des größten Softwarekonzerns der Welt anscheinend gehört – sagte Ozzie, Microsoft befinde sich in einem Wandlungsprozess. Bisher habe das Unternehmen Produkte entwickelt, mit denen die Vorzüge des PC zum Tragen kommen sollten. Künftig gehe es auch darum, Online-Dienste mit einzubeziehen. Für die Entwicklung von Microsoft Office, das schon vor Tagen in die Produktion ging, betonte Ozzie neben dem Web die Bedeutung der Verbreitung mobiler Geräte.

Microsoft-Co-Präsident Jim Allchin, dessen Abteilung Platforms & Services für die Vista-Entwicklung verantwortlich ist, hat derweil in einer E-Mail Mitarbeitermotivation betrieben. Laut The Register, dem nach eigenen Angaben die E-Mail vorliegt, schreibt Allchin, er gehe davon aus, dass Vista die Welt in Erregung versetzen werde. Weiter zeigte er sich glücklich und äußerte Bewunderung für den Einsatz und die Professionalität der Windows-Entwickler.

Microsoft wird nicht müde zu betonen, dass es in der Unternehmensgeschichte noch keine umfangreichere Testphase für ein Produkt gegeben habe. Darauf weist auch Release-Manager Sven Hallauer in einem firmeninternen Interview hin. Die Hardware- und Softwarepartner hätten im Vergleich zum Produktionsstart von Windows XP mehr Zeit, um bis zum Launch-Termin 30. Januar 2007 mit der Vorbereitung fertig zu sein. Dadurch würden im Vergleich zu früheren Betriebssystem-Releases mehr Anwendungen und Geräte geeignet sein, mit Windows Vista zu arbeiten. "Wir erwarten, dass die Quantität und die Qualität der Gerätetreiber bis zum 30. Januar dramatisch zunimmt", erläutert Hallauer.

Neben der allseits beschworenen Sicherheit streicht Hallauer zwei weitere wichtige Aspekte für Windows Vista heraus: Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit. "Wir haben nicht nur Fehler beseitigt", sagt Hallauer, "wir haben uns auch um die Probleme gekümmert, die die Nutzer am meisten ärgern." So gebe es in Windows Vista eine bessere Feedback-Funktion, um herauszufinden, warum Anwendungen abstürzen. Bei der Benutzerfreundlichkeit gehe es nicht nur darum, wie leicht Dinge von der Hand gingen, sondern auch ingesamt um die Systemleistung.

Siehe zu Windows Vista auch: