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Microsoft ändert Datenschutz-Regeln

Nach massiver Kritik will Microsoft in Zukunft weniger in den Daten seiner Nutzer herumstöbern.

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Nachdem bekannt geworden war, dass Microsoft 2012 das Hotmail-Postfach eines Bloggers durchsucht hatte, hagelte es Kritik. Bei künftigen Hinweisen darauf, dass jemand gestohlenes Microsoft-Eigentum in Diensten des Konzerns speichert, werde man die Behörden einschalten, anstatt selbst aktiv zu werden, schrieb Justiziar Brad Smith in einem Blogposting.

Laut Vizepräsident und Justiziar Brad Smith sollen in Zukunft nur noch Strafverfolger die Daten der Microsoft-Kunden einsehen dürfen.

(Bild: Microsoft)

Auslöser für die Änderung ist ein Fall, in dem Microsoft einen Mitarbeiter überführte, der Teile des Windows-8-Sourcecodes an einen Blogger weitergegeben haben soll. Der Konzern hatte dafür das Postfach des Bloggers bei seinem hauseigenen E-Mail-Dienst Hotmail durchsucht. Die bisherigen Nutzungsbedingungen erlaubten für solche Fälle die Einsicht der Daten von Kunden ohne richterlichen Beschluss. Das Schnüffeln auf eigene Faust ließ Microsoft insbesondere angesichts der scharfen Kritik des Konzerns an der Internet-Überwachung durch die NSA schlecht aussehen. "Wir sind in eine 'Post-Snowden-Ära' eingetreten, in der Menschen zurecht darauf achten, wie andere mit ihren privaten Informationen umgehen", schrieb Smith jetzt. Noch pikanter machte den Fall, dass der Windows-Riese den Erzrivalen Google zuvor scharf dafür kritisiert hatte, E-Mails der Nutzer zu scannen, um Werbung besser personalisieren zu können. (it)