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Microsoft baut grüne Märkte

Der Fahrplan für Microsofts Project Green hat auf der CeBIT etwas an Klarheit gewonnen. Wie schon auf der Convergence Conference in San Diego berichtet, soll ab 2006 eine einheitliche Oberfläche für die Anwendungen Axapta, Navision sowie die stärker in den USA verbreiteten Pakete Great Plains und Solomon zum Einsatz kommen. Ab 2008 will man dann auch unterhalb des Presentation Layer umbauen und die Programme auf eine gemeinsame Plattform stellen.

Diese ursprünglich als Project Green titulierte Basis soll auf die Funktionen von Visual Studio .NET, Microsoft SQL Server und Sharepoint Services aufsetzen und eine einheitliche Softwareentwicklung für Betriebe mit bis zu etwa 500 Anwendern ermöglichen. Damit die Benutzer möglichst wenig von dem Übergang merken, baut Microsoft wie schon die aufgekaufte Softwareschmiede Navision auf ein Partnerkonzept, bei dem die Firmenkunden branchenspezifische Lösungen von einem Entwicklungspartner erwerben und dieser den Umstellungsaufwand von Version zu Version trägt. Vielleicht spricht die verkündete Roadmap schon darum nur von einer neuen Business Logic in der zweiten Entwicklungswelle, um diesen Partnerfirmen den Umstellungsaufwand etwas weniger groß erscheinen zu lassen. Als Vision für die Anwender heißt es dann jedenfalls nicht mehr "Programmieren", sondern nur noch "Konfigurieren".

Beschränkt sich die Planung derzeit noch auf die Clientel des Mittelstands, hat man in Redmond offenbar schon eine Ausweitung hin zu kleineren Unternehmen im Sinn: Laut Microsoft-Sprecher Heiko Elmshäuser steht für Mitte 2005 in den USA eine Buchhaltungslösung für Handwerksbetriebe in den Startlöchern, die sich vermutlich ebenfalls auf die angestrebte Codebasis umstellen lassen wird. Ob, wann und in welcher Form dieses Produkt nach Europa kommen wird, konnte Elmshäuser nicht beantworten. Dennoch scheint klar zu sein, dass Microsoft demnächst auch im Marktsegment für Kleinbetriebs-Lösungen mitmischen will. (hps)

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