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Microsoft beginnt mit Feinschliff an Windows 10

Im Rahmen der Veröffentlichung einer weiteren Vorabversion von Windows 10 hat Microsoft bekanntgegeben, dass von nun an immer weniger große Änderungen kommen werde. Stattdessen bereite man Windows 10 zunehmend auf die Veröffentlichung im Sommer vor.

WIndows 10 Vorabversion Build 10122

Wer eine Vorabversion von Windows 10 installiert und mit allen Updates versehen hat, kann nun eine weitere Vorabversion herunterladen (Build 10122). Sie spricht in weiten Teilen deutsch, aber nicht konsequent. Zudem ist sie erklärtermaßen fehlerhaft: Der neue Browser Edge, der hier immer noch "Project Spartan" heißt, stürzt auf Rechnern mit AMD-GPUs gern mal ab. Microsoft hat sich trotzdem dazu entschieden, die Vorabversion zu veröffentlichen, nachdem bei einer Mini-Umfrage auf Twitter die Mehrheit der Teilnehmer das wünschte. Erhältlich ist die aktuelle Vorabversion daher bislang nur als Update einer älteren Vorabversion, wenn man in den Einstellungen unter Update die Update-Geschwindigkeit auf "fast" stellt. ISO-Abbilder stehen bislang noch nicht zur Verfügung, registrierte "Insider" und MSDN-Abonennenten finden nur Build 10074.

Auch sonst funktioniert noch nicht alles zuverlässig, so gelang uns schon der Download sowohl auf einem Surface 3 Pro als auch in einer Hyper-V-VM erst beim zweiten beziehungsweise dritten Anlauf. Aber wie bei jeder Vorabversion sollte man natürlich auch diese nur auf speziellen Testrechnern ausprobieren, zumal sich Microsoft sehr weitreichende Rechte zum Übertragen auch persönlicher Daten einräumt.

An der Oberfläche hat sich nicht viel getan: Das Startmenü wurde erneut überarbeitet, wirkt aber weiter unfertig. So klickt man zum Herunterfahren auf den Ausschalter, zum Abmelden oder Sperren hingegen auf das Benutzer-Icon. Der Schalter zum Umschalten der Ansicht zwischen Startmenü- und Startseite ist in die Einstellungen gewandert, denn den benutzen die meisten Tester laut Microsoft ohnehin nur einmal und nie wieder. Die Startseite selbst zeigt nun wieder nur noch Kacheln, alle weiteren Knöpfe lassen sich per Hamburger-Menü einblenden.

Project Spartan zeigt beim ersten Aufruf nun nicht nur MSN-Inhalte, sondern auch Topsites, Wetter sowie Werbung für Apps. Außerdem kennt der Browser nun auch einen In-Private-Modus. Überarbeitet wurde außerdem der Dialog zum Entscheiden, welche Anwendung man zum Öffnen bislang nicht verknüpften Dateitypen verwenden will, dort können sich nun auch Apps einklinken.

Gearbeitet hat Microsoft ansonsten vor allem unter der Haube, Microsoft-Mitarbeiter und Windows-10-Twitterer Gabriel Aul verspricht in einem Blog-Eintrag erhöhte Stabilität und mehr Feinschliff. Überhaupt werde man von nun an immer weniger große Änderungen in den kommenden Vorabversionen sehen, weil man sich bis zu Veröffentlichung der fertigen Version im Sommer stattdessen lieber auf den Feinschliff der vorhandenen Funktionen konzentrieren will.

So wurden diverse Bugs repariert, Details verrät der Blog-Eintrag. Ob das Reparieren überall geklappt hat, weiß Microsoft selbst nicht so genau – zu einigen Bugs des neuen Browsers heißt es nicht wie sonst "we have fixed...", sondern nur einschränkend "We believe we have fixed..." (axv)

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