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Microsoft bestätigt Übernahme von Skype

Der Softwarekonzern Microsoft hat die Übernahme des VoIP-Anbieters Skype offiziell bestätigt. In einer Mitteilung heißt es, Microsoft zahle 8,5 Milliarden US-Dollar an eine Gruppe um das Investmentunternehmen Silver Lake. Die Vereinbarung sei von den Vorständen von Microsoft und Skype bereits abgesegnet worden. Zuvor hatten bereits mehrere US-Medien von einem Deal in dieser Größenordnung berichtet.

Die Dienste beider Unternehmen sollen eng zusammengeführt werden: Skype soll Microsoft-Geräte wie Xbox und Kinect sowie das Betriebssystem Windows Phone unterstützen, teilte Microsoft mit. Skype-Nutzer sollen außerdem mit Netzwerken wie Xbox Live und mit dem Unified Messaging des Unternehmens via Lync und Outlook verknüpft werden. Skype soll weiterhin auf Plattformen laufen können, die nicht aus dem Hause Microsoft stammen, versicherte das Unternehmen.

Steve Ballmer und Skype-CEO Tony Bates geben die Übernahme bekannt.

[Update: Das bekräftigte auch Microsoft-Chef Steve Ballmer am Dienstag bei der Bekanntgabe der Übernahme in Redmond. "Wir sehen enorme Möglichkeiten", sagte der CEO, der eigenen Angaben zufolge Anfang April an Skype herangetreten war und sein Übernahmeangebot unterbreitet hatte. Mitte April habe man sich dann auf den Preis verständigt. Am Montagabend sei der Vertrag dann unterschrieben worden. Microsoft wolle die Marke Skype nun für Verbraucher und Geschäftskunden weiterentwickeln.]

Skype soll innerhalb des Microsoft-Konzerns einen neuen Geschäftsbereich bilden. Der bisherige Skype-CEO Tony Bates werde Präsident der "Microsoft Skype Division" und direkt dem CEO Steve Ballmer unterstellt. Dieser sagte, der VoIP-Dienst werde von Millionen Menschen geliebt. Microsoft werde zusammen mit Skype die Zukunft der Echtzeitkommunikation bestreiten, in der sich alle Menschen einfach verbinden könnten.

Das 2003 gegründete Unternehmen Skype wurde 2005 vom Internetauktionhaus eBay übernommen. Die Investmentgruppe um Silver Lake kaufte die Mehrheit an Skype 2009 und hatte zunächst erwogen, den VoIP-Anbieter an die Börse zu bringen. (anw)

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