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Microsoft bildet Anti-Linux-Gruppe

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Nach einer Meldung des Wall Street Journal hat Microsoft ein Team von Technikern und Marketing-Fachleuten zusammengestellt, das die Entwicklung von Linux genau im Auge behalten soll. Die laut Bericht weniger als zehn Köpfe umfassende Gruppe soll nicht nur ergründen, was die Leute an Linux fasziniert, sondern auch Gegenmaßnahmen entwickeln. Der Schritt ist eine weitere Bestätigung dafür, daß der Software-Riese die Konkurrenz durch das freie PC-Unix als zunehmend bedrohlich empfindet.

Bisher wurde die Lage je nach Situation unterschiedlich dargestellt: Im Antitrust-Prozeß der US-Regierung führte Microsoft die Wachstumsraten von Linux als Indiz dafür an, kein Monopol im Betriebssystemmarkt zu besitzen; in späteren Kommentaren wies Bill Gates jedoch den Gedanken, Linux sei ein ernsthafter Wettbewerber, weit von sich. Die sogenannten Halloween-Papiere hatten schon vergangenes Jahr dokumentiert, daß bei Microsoft interne Überlegungen darüber angestellt wurden, welche Gefahren Windows NT durch Linux erwachsen könnten und welche Gegenmaßnahmen zu ergreifen wären. (odi)

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