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Microsoft darf eigenes Java entwickeln

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Microsoft darf unabhängig von Sun eine eigene Java-Technologie entwickeln und vertreiben. US-Bezirksrichter Ronald Whyte hat auf Antrag von Microsoft entschieden, eine unabhängige "Clean-Room"-Entwicklung verletze nicht Suns Copyright. Vertreter von Sun und Microsoft bestätigten am Donnerstagabend (Ortszeit), sie seien vorab entsprechend informiert worden.

Microsoft-Berater Tom Burt kommentierte, der Versuch, Microsoft an der Entwicklung einer eigenen Java-Technologie selbst ohne Suns Quellcode zu hindern, offenbare sehr deutlich, daß Sun Innovationen behindere und nicht bereit sei, eine wirklich unabhängige Java-Technologie zu ermöglichen. "Konkurrierende Technologien sind prinzipiell gut für die Anwender und auch gut für Java-Entwickler," sagte Burt.

Sun wollte sich unmittelbar nach der Klarstellung nicht offiziell äußern. Ein Sprecher bekräftigte aber, man werde jetzt weitere Optionen prüfen, insbesondere im Hinblick auf geistiges Eigentum und Copyright.

Rob Enderle, ein Analyst der Giga Information Group, bewertete die Entscheidung als einen wichtigen Sieg für Microsoft, der die "Landschaft" grundlegend ändere. Jetzt gebe es sehr viel neuen Spielraum.

Nach einem Bericht von PC Week sind Microsofts Sondierungen nach einer neuen, direkt mit Java konkurrierenden Sprache, Codename 'Cool', bereits fortgeschritten; Entscheidungen wurden bislang aber nocht nicht getroffen. (rge)

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