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Microsoft demonstriert Tastatur mit Gestensteuerung

Die Forschungsabteilung des Software-Konzerns hat ein Apple-Keyboard modifiziert: Neben klassischer Tastenbedienung soll es auch über der Tastatur ausgeführte Gesten erkennen.

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Die Gesten lassen sich direkt über der Tastatur ausführen

(Bild: Microsoft Research)

Microsoft Research hat eine Apple-Tastatur mit Bewegungssensoren gekreuzt: Das dabei entstandene Projekt "Type–Hover–Swipe in 96 Bytes" verbindet die Eingabemöglichkeiten einer klassischen mechanischen Tastatur mit zusätzlicher Steuerung durch Handbewegungen und Gesten – ohne dafür ein weiteres Gerät wie Leap Motion oder Apples "Magic Trackpad" auf dem Schreibtisch platzieren zu müssen.

Der Prototyp nutzt 64 zwischen den Tasten platzierten Infrarot-Abstandssensoren, die Entfernung und Bewegung der Hände und Finger über der Tastatur wahrnehmen. Die Sensoren liefern zwar nur eine geringe Auflösung, zugleich aber eine hohe Framerate, schreiben die Entwickler – auch schnelle Bewegungen lassen sich so gut erfassen.

Nutzer können damit beispielsweise über eine oberhalb der Tastatur ausgeführte Wischgeste navigieren oder mit der gängigen Zwick-Geste in ein Bild oder eine Kartenansicht hinein- und hinaus-zoomen. Die Anwendungsfälle reichen bis hin zu Spielen: Zwei über der Tastatur geballte Fäuste übernehmen die Lenkung bei einem Autorennspiel.

Video-Demonstration der Gesten-Tastatur

Bewegungssignaturen sollen für eine hohe Erkennungsrate sorgen – die Software zieht dafür neben der vorprogrammierten Erkennung bestimmter Gesten auch vorhergehende Bewegungsdaten des Nutzers heran. Microsoft Research hat das zugehörige Paper zur "ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems" veröffentlicht. Ob der Konzern den gezeigten Prototypen in ein konkretes Produkt verwandeln will, bleibt offen. (lbe)