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Microsoft entwickelt für Tony Blairs Internet-Projekt

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Ebenso wie die Bundesregierung will auch die britische Regierung bis 2005 alle internetfähigen Regierungsdienste ins Netz verlegen. Am gestrigen Dienstag wurden der Öffentlichkeit zwei Anwendungen vorgestellt: ein elektronisches Steuerformular und eine Software für britische Bauern, die bei der Regierung Finanzhilfen beantragen wollen. Beide Anwendungen stammen von Microsoft. Die Vorstöße in Richtung digitale Verwaltung sind Teil des von der Regierung Blair angestoßenen Projekts Government Gateway.

Auch in Zukunft werde man weiter bei Microsoft einkaufen, sagte Blairs E-Beauftragter Andrew Pinder bei der Präsentation der neuen Anwendungen. Mehr und mehr britische Verwaltungen würden das Betriebssystem Windows 2000 nutzen, und Microsoft-Produkte versetzten viele Privatleute und Firmen in den Stand, reibungslos mit der Regierung zu kommunizieren, sagte Pinder.

Bis jetzt hat die britische Regierung Microsoft für die E-Government-Entwicklung 21,5 Millionen US-Dollar überwiesen, gab Pinder bekannt. Insgesamt werde das Government Gateway künftig rund 200 Regierungsanwendungen und 500 regionale Verwaltungsdienste anbieten. Die Bürger sollen dann mit einem zentralen Passwort überall Zugang haben.

Obwohl der Abschluss des E-Government-Projekts derzeit noch nicht in Sicht ist, überlege die britische Regierung bereits, ob sie die Microsoft-Anwendungen später nicht an andere Länder verkaufen könne. "Es wäre überflüssig, wenn andere nach uns die gleichen Grundlagen noch einmal erforschen würden", kommentierte Pinder. (mbb)