Microsoft feiert 20 Millionen ausgelieferte Vista-Lizenzen

Das neue Windows Vista habe sich nach dem Start mehr als doppelt so schnell verkauft wie die Vorgängerversion Windows XP, erklärte der Redmonder Softwarekonzern.

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Microsoft zeigt sich in Jubelstimmung: Man habe das neue Betriebssystem Windows Vista im ersten Monat mehr als 20 Millionen Mal abgesetzt. Damit habe sich das neue Windows mehr als doppelt so schnell wie die Vorgänger-Version XP verkauft, betonte Microsoft. Für Windows XP seien nach den ersten zwei Monaten bis Ende Januar 2002 rund 17 Millionen Lizenzen abgesetzt worden; der erfolgreiche Start von Vista zeige das "breite Interesse an den Sicherheits- und Bedienbarkeitsverbesserungen" in dem neuen System, heißt es in Redmond.

Windows Vista ist seit dem November vergangenen Jahres zwar für große Firmen verfügbar, erst seit dem 30. Januar aber wird es offiziell für normale PC-Käufer und Endverbraucher ausgeliefert. Um das Weihnachstsgeschäft mit Windows Vista nicht ganz zu verpassen, hatte Microsoft eine Gutscheinaktion gestartet: Im Rahmen des so genannten "Technology Guarantee Program" gab es beim Kauf von Windows XP oder Office 2003 Coupons, die verbilligte Upgrades garantierten, egal, ob man die Software solo oder zusammen mit einem Komplett-PC erwarb. Dies hinterließ einige Spuren in der Microsoft-Bilanz des zweiten Geschäftsquartals.

Für die erste Abrechnung der Vista-Verkäufe berücksichtigt Microsoft nun den Absatz bis Ende Februar. Gezählt wurden Lizenzverkäufe an PC-Hersteller, die auf ihren Geräten das neue Windows vorinstallieren, sowie Upgrades und Vollversionen, die an den Handel ausgeliefert wurden; dazu kommen die eingelösten Gutscheine aus dem "Technology Guarantee Program". Ein Teil der von Microsoft gezählten 20 Millionen Vista-Exemplare kann also noch bei Händlern im Lager liegen.

Was man sich von den ersten Vista-Verkäufen erwartete, darüber schienen sich die Microsoft-Oberen eine Zeit lang selbst nicht einig zu sein. So warnte Steve Ballmer Mitte Februar Analysten, sie schätzten die Auswirkungen von Vista auf den Konzern-Umsatz etwas zu optimistisch ein. Zuvor hatte Ballmer allerdings auch schon einmal prognostiziert, Vista werde sich im Markt schneller durchsetzen als Windows XP. Ballmers Äußerungen über die zu hoch gesteckten Erwartungen an Vista wurden später dann auch noch einmal von Bill Gates relativiert, der Ende Februar betonte, das neue Betriebssystem Windows Vista stoße auf regen Zuspruch und habe seit Erscheinen die Verkäufe der PC-Händler angetrieben. (jk)