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Microsoft gibt Internet Explorer für Mac auf

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Microsoft stellt die Entwicklung des Internet Explorer für Macintosh-Systeme ein. Der Apple-eigene Browser Safari für Mac OS X sei die logische Alternative für Mac-Nutzer, so Jessica Sommers, Produktmanagerin der Macintosh Business Unit (MBU) von Microsoft, gegenüber dem Wall Street Journal.

Lediglich zwei kleinere Upgrades wolle die MBU noch für den Internet Explorer 5 herausgeben, erläuterte Sommers. Auch wenn Safari noch in der Beta-Phase stecke, habe er sich als schneller und funktionaler Browser erwiesen. Zudem habe Microsoft nicht die tiefen Einblicke in Mac OS X, mit denen die Entwickler bei Apple aufwarten könnten. Die MBU sei deshalb in der schlechteren Position, wenn es darum gehe, einen guten Browser mit möglichst vielen praktischen Features für das aktuelle Apple-Betriebssystem zu entwickeln.

Die Entwicklung anderer Software für den Mac werde aber fortgesetzt. So wolle man demnächst auch eine neue Version der Büro-Suite Microsoft Office auf den Markt bringen. "Unsere Beziehung [zu Apple] ist so stark wie immer", bekräftigte Sommers.

Rob Helm, Analyst beim unabhängigen Marktforscher Directions on Microsoft, zeigt sich von der Entscheidung gegen eine Weiterentwicklung nicht überrascht. Microsoft habe einen Anteil von 90 Prozent auf dem Browsermarkt. Allerdings setzten bloß 5 Prozent aller Computernutzer auf Mac-Systeme. Es ergebe keinen Sinn, sich für diese kleine Gruppe zu engagieren, zumal der Internet Explorer zum kostenlosen Download angeboten werde. Microsoft werde sich daher zwangsläufig auf profitablere Produkte wie das Office-Paket verlegen. (ola)

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