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Microsoft gibt erste Informationen zur neuen Xbox-Generation bekannt

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Auf der diesjährigen Game Developers Conference (GDC) verriet Microsoft erste Einzelheiten zu seiner neuen Videospiel-Plattform. So beginnt laut Microsofts Vizepräsident und "Chief XNA Architect" J. Allard mit der kommenden Xbox-Generation das "High-Definition-Zeitalter für Videospiele". In dieser neuen Ära würden die Kunden nach Erlebnissen bei Spiel und Inhalten verlangen, die immer persönlich, immer vernetzt und immer hoch auflösend sein müssten. "Die Verbindung neuer Technologien mit neuen Kundenwünschen erlaube es den neuen 'Rockstars' der Branche, 'das alte Establishment zu erschüttern und Unterhaltung neu zu definieren'", so Microsoft.

So ganz neu ist die HD-Unterstützung indes nicht: Schon die aktuelle Xbox kann (jedenfalls in der amerikanischen Version) Spiele in HDTV-Auflösung ausgeben. Doch nicht nur auf die neue Technik zielte Allard ab; ebenso betonte er, dass man die zehnjährigen Erfahrungen mit der DirectX-Programmierschnittstelle nutzen wolle. Weiterhin zum Einsatz kommen sollen das Analyse-Tool PIX (Performance Investigator for Xbox) und das Xbox Audio Creation Tool ("XACT") sowie die kürzlich angekündigte Entwicklungsplattform "XNA Studio".

Als ein Beispiel für die Weiterentwicklungen dient Microsoft auf der GDC der "Xbox Guide" der neuen Xbox-Generation. Dieser Guide umfasst unter anderem die so genannten "Gamer Cards", die dem Spieler einen schnellen Überblick über wichtige Xbox-Live-Informationen über andere Spieler wie deren Pseudonym, ihre Erfahrung bei einzelnen Spieletiteln und ihren Aufenthaltsort geben sollen. Dies würden schnelle Verbindungen mit anderen Gamern ermöglichen, die ähnliche Interessen, Fähigkeiten und Vorlieben haben. Offenbar enthält das Guide-System auch eine Jugendschutz-Abfrage, sodass Kinder und Teenager auf Wunsch der Eltern künftig nur noch für ihre Altersstufe geeignete Titel spielen können. Dass der Guide automatisch eine Verknüpfung mit der eigenen Musik herstellt, wodurch man in Games seine Lieblingstracks hören kann, klingt wiederum nicht allzu revolutionär.

Gleichzeitig soll auch das E-Commerce verstärkt in der Xbox-Welt Einzug halten: Über einen digitalen Marktplatz soll der Anwender mit einem Klick neue Levels, Maps, Ausrüstungen, Fahrzeuge und Skins sowie Erweiterungen aus der Community kaufen können. Bei der Bezahlung will man sich dabei Micro-Transactions bedienen, wodurch Entwickler und offenbar auch Anwender Spielinhalte zu beliebigen Preisen anbieten können. So sollen Spieler dann laut Microsoft beispielsweise für 99 Cent ein "einmaliges Tuning-Auto kaufen können, und damit bei ihren Freunden unbezahlbaren Eindruck zu machen".

"Im Zeitalter von High Definition (HD) ist die Entwicklungsplattform mittlerweile wichtiger als der Prozessor", führte Allard aus. Andererseits betonte der Microsoft-Vizepräsident, dass die neue Xbox "ein gut ausbalanciertes System mit mehr als einem Teraflop gezielter Rechenleistung" sei. Konkret setzt man auf eine von IBM entwickelte Multicore-Prozessor-Architektur und einen gemeinsam mit ATI entwickelten Grafikprozessor. (nij)

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