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Microsoft goes Palm - vielleicht

Microsoft wird im Rahmen seiner .NET-Strategie eventuell Anwendungen wie Word oder Exchange für die PDAs des Pocket PC-Konkurrenten Palm bereitstellen. Mit dieser Ankündigung überraschte Microsofts Präsident und CEO Steve Ballmer die Zuhörer einer Frage-und-Antwort-Runde, die im Rahmen der Konferenz Gardner Symposium/ITxpo 2000 veranstaltet wurde.

Dies sei allerdings kein Abschied von den Pocket PCs, auf denen Microsofts Betriebssystem Windows CE zum Einsatz kommt, meinte Ballmer. Auf Nachfrage der US-Zeitschrift Computerworld begründete Ballmer die Entscheidung, an Anwendungen für Palm OS zu arbeiten, mit der besseren Marktposition der Palm-PDAs und Palm-Clones in diesem Marktsegment. Damit dürfte Ballmer allerdings richtig liegen: Untersuchungen des Marktforschungsinstiuts NPD Intelect beispielsweise ergaben, dass Palm im August einen Marktanteil von 70,3 Prozent hielt; die gesamte Palm-OS-Fraktion verbuchte in den USA einen Marktanteil von 85 Prozent. Die Pocket PCs von Casio, Compaq oder Hewlett-Packard mit Windows CE kamen hingegen nicht einmal auf 10 Prozent.

Ob allerdings die Konvertierung vom PC-Office-Dokumenten beim Palm OS besser funktioniert als bei Windows-CE-PDAs, müssen erst die konkreten Anwendungen zeigen. Im übrigen ist es bereits heute mit Hilfe von Software wie beispielsweise Documents To Go möglich, Word- und Excel-Files unter Palm OS zu bearbeiten. (nij)

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