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Microsoft hat Hyper-V fertig

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Der eigentlich erst für den August versprochene Hypervisor aus Redmond ist fertig. Anfang Juli schon soll es die finale Version per Auto-Update für all diejenigen geben, die auf ihren Systemen mit Windows Server 2008 schon eine Vorabversion der Software eingesetzt haben. Wer sich nicht gedulden mag, soll die Software auf den Web-Seiten zu Hyper-V als Download finden – noch verweisen diese jedoch auf den Release Candidate. Hyper-V ist eine Komponente beziehungsweise Rolle des vor einigen Monaten eingeführten Windows Server 2008. Sie erlaubt es, auf dem Server zusätzliche virtuelle Maschinen auszuführen, in denen gängige PC-Betriebssysteme arbeiten.

Hyper-V ist als Hypervisor ausgeführt, also als zusätzliche Software-Schicht, die unterhalb des Betriebssystems agiert. Der darauf laufende Windows Server 2008 spielt als sogenannte "Parent Partition" eine besondere Rolle. Der Hypervisor ist das erste Virtualisierungsprodukt, das Microsoft selbst entwickelt hat; Virtual PC und Virtual Server hatte Microsoft einst von der Firma Connectix übernommen und damit ein Loch in seinem Produktportfolio gestopft. Zur neuen Virtualisierungstechnik legt Microsoft ein Zertifizierungsprogramm auf, über das Firmen ihre Produkte für den Hypervisor-Betrieb qualifizieren können.

Offiziell unterstützt Hyper-V aktuelle Windows-Versionen und Novells Suse Enterprise Linux in den virtuellen Maschinen. Es können sowohl 32- als auch 64-Bit-Betriebssysteme laufen, sie erhalten bis zu vier virtuelle Prozessoren und bis zu 64 GByte RAM. Die Migration laufender virtueller Maschinen von einem System auf ein anderes hat Microsoft als Feature vorerst gestrichen. Ein Server, der die Hyper-V-Rolle ausführen soll, benötigt eine 64-Bit-fähige CPU und spezielle Funktionen zur Vereinfachung der Virtualisierung. (ps)