Menü

Microsoft hat einen Abnehmer für seine bunten Barcodes gefunden

vorlesen Drucken Kommentare lesen 259 Beiträge

Die International Standard Audiovisual Number International Agency (ISAN-IA) hat von Microsoft die Technik High Capacity Color Barcode lizenziert. Sie will sie laut einer Mitteilung von Microsoft im Laufe dieses Jahres anderen Organisationen zur Verfügung stellen. Die Technik eigne sich dazu, auf Verpackungen oder Datenträgern von Filmen und Videospielen Informationen über Preise, Altersbeschränkungen und anderes unterzubringen. Diese könnten mit einer Webcam oder einem geeigneten Mobiltelefon gescannt und via Web-Diensten entschlüsselt werden. Zunächst werden die bunten Barcodes auf DVDs angebracht, heißt es.

Quelle: Microsoft

High Capacity Color Barcodes, die sich aus etwa 250 verschiedenfarbigen Dreiecken auf einem Quadrat von etwa einem halben Zentimeter Kantenlänge zusammensetzen, eigneten sich dazu, auf kleinerem Platz mehr Informationen unterzubringen als bei herkömmlichen schwarzweißen Strichcodes, erläutert Microsofts Forschungsdirektor Gavin Jancke. Doch nicht nur aus Platzgründen, auch aus ästhetischen Gesichtspunkten heraus soll Janckes Erfindung vorteilhafter sein. Drittens könnten die Microsoft-Barcodes mit einer speziellen Farbe gedruckt werden und somit einen Fälschungsschutz darstellen. Die bunten Barcodes sollen den herkömmlichen Universal Product Code (UPC) nicht ersetzen, sondern stellen eine Ergänzung dar, erläutert Jancke im Seattle Post-Intelligencer.

Die International Standard Audiovisual Number ist eine von Menschen und Maschinen lesbare Nummer, die dem Benutzer die Identifikation von audiovisuellen Werken und verschiedenen Versionen der Werke ermögliche, heißt es in der Selbstbeschreibung der Organisation. Die ISAN-IA führt eine zentrale Datenbank mit diesen Nummern sowie dazugehörigen Metadaten und koordiniert ein Netzwerk von ISAN Registrierungsagenturen (ISAN RAs). Microsoft ist eine dieser Agenturen. (anw)