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Microsoft "kümmert" sich um den Verkauf von Windows 8 & Co.

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Am Freitag dieser Woche, dem 26. Oktober 2012, startet weltweit offiziell der Verkauf von Windows 8. Auch erste Hardware, die mit dem neuen Betriebssystem ausgerüstet ist, wie etwa Microsofts Tablet Surface, finden Käufer ab dann überall im Handel. Und wie genau die Kunden die Ware vorfinden werden – dabei redet Microsoft erstmals ein entscheidendes Wörtchen mit, wie das Wall Street Journal berichtet. Denn der Konzern aus Redmond möchte sichergehen, dass sich interessierte Käufer von der neuen Windows-8-Produktwelt persönlich und emotional angesprochen fühlen. Nicht zuletzt, weil Windows 8 mit seiner Touch-Oberfläche eine völlig neue Herangehensweise der Anwender erfordert.

Nicht nur in Microsofts eigenen Geschäften, sondern überall im Einzelhandel dürfen Kunden auf intensive Betreuung beim Kauf neuer Windows-8-Produkte hoffen.

(Bild: Microsoft)

Chris Capossela, Microsofts Chief Marketing Officer, will auch Konsequenzen aus Erfahrungen ziehen, die der Hersteller in seinen US-amerikanischen Retail-Filialen gesammelt hat. Dort waren Computersysteme ursprünglich fein säuberlich nach Displaygrößen sortiert und aufgebaut – eine Ordnung, die den Bedürfnissen der Kunden aber offensichtlich gar nicht gerecht wurde. Vielmehr orientieren sich Käufer vorzugsweise am jeweiligen Einsatzgebiet des Rechners, ob beispielsweise als Gaming-Maschine oder zentraler Familien-Computer. Um die neuen Systeme rund um Windows 8 nun im passenden Ambiente präsentieren zu können und potenziellen Käufern mit Rat und Tat beiseite zu stehen, haben Microsoft und Intel schon im Vorfeld Tausende von Mitarbeitern im Einzelhandel gezielt schulen lassen – darunter etwa Angestellte der US-Elektronikmarktkette Best Buy.

"Sehen, anfassen und erklären" lautet das Motto. Wenn Kunden die PCs, Notebooks und Tablets mit Windows 8 ab Freitag im Einzelhandel hierzulande begutachten, werden ihnen Fotos, Emails und andere persönliche Kontaktdaten von Franziska Fiegler ins Auge springen. So nämlich heißt die fiktionale Eigentümerin der ausgestellten Rechner, auf deren "Präsentations-Hilfe" Microsoft vertraut. In den USA hört die Dame übrigens auf den Namen Allison Brown, in Lateinamerika ist es Alicia González. Ziel dabei ist es, den interessierten Käufer gleich mit einer vertrauten Umgebung auf den Rechnern zu empfangen. Für weitergehende Fragen stehen dann die Fachhandelsmitarbeiter parat. Und die sollen sich nach Microsofts Willen ganz intensiv um den Kunden kümmern. Bleibe beispielsweise nur Zeit für ein maximal dreiminütiges Verkaufsgespräch, so solle das Personal zumindest über vier bis fünf der eher unbekannten neuen Funktionen von Windows 8 mit dem Kunden sprechen.

Den intensiven Kontakt zum Endkunden sucht Microsoft derweil nicht nur durch die Filialen seiner großen Einzelhandelspartner, sondern auch über das wachsende Netz eigener Retail-Shops – zumindest in den USA, wo der Hersteller mittelweile 27 Filialen betreibt. Die Markteinführung von Windows 8 begleitet der Hersteller zudem mit einer Reihe sogenannter "Pop-up Stores". Über 30 davon sollen für das angelaufene Weihnachtsgeschäft in amerikanischen Einkaufszentren zumindest vorübergehend entstehen und neben dem Tablet Surface auch ausgewählte Hardware anderer Hersteller verkaufen. (map)

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