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Microsoft lässt Virtual PC frei

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Der Softwarekonzern aus Redmond möchte verlorenes Terrain wett machen und verschenkt jetzt auch seinen PC-Emulator Virtual PC 2004 für Windows. Anfang 2003 hatte Microsoft den Virtual PC von Connectix aufgekauft und Anfang 2004 als mäßig überarbeitete Desktop-Virtualisierungs-Lösung für Windows auf den Markt gebracht. Schon damals war absehbar, dass es die Redmonder vor allem auf den Server-Markt abgesehen hatten – ein entsprechendes Produkt hatte Connectix angekündigt, aber noch nicht geliefert. Ende 2004 brachte Microsoft die erste Version als Virtual Server 2005 heraus. Eine überarbeitete Fassung ist als Virtual Server 2005 R2 Ende 2005 erschienen. Seit Anfang April dieses Jahres verschenkt Microsoft den Virtual Server 2005.

Dass die Redmonder mit dem Virtual PC 2004 nun auch die Desktop-Version zum freien Download anbieten, ist kaum verwunderlich. Es handelt sich dabei um die Version von Anfang 2004 inklusive dem Ende 2004 veröffentlichten Service Pack 1. Entsprechend hinken die Möglichkeiten des Produkts hinter denen von VMware her, dem derzeit führenden Angebot unter den Virtualisierungslösungen. Kann VMware auf geeigneter Hardware 64-Bit-Gastsysteme betreiben, lassen die Microsoft-Produkte entsprechende Funktionen missen. Ebenso wenig beherrschen Virtual PC oder Server den Zugriff auf USB-Geräte des Hosts.

Unterstützung von Linux-Gastsystemen hat Microsoft bisher nur für den Server angekündigt. Offiziell unterstützt werden als Gastysteme unter Virtual PC für Windows MS-DOS und Windows 95, 98, ME, 2000, NT 4, XP sowie OS/2. Andere x86-Betriebssysteme (und damit auch Linux oder BSD-Systeme) sollten laut Microsoft zwar ebenfalls laufen, werden offiziell aber nicht unterstützt. Über die Freigabe von Virtual PC 2004 hinaus kündigte Microsoft aber auch an, dass die nächste Version Virtual PC 2007 mit Unterstützung für Windows Vista ebenfalls kostenlos zu bekommen sein wird. (ps/c't) / (jk)

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