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Microsoft muss Passport sicherer machen

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Microsoft hat mit der US-Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) einen Vergleich zum Schutz persönlicher Daten getroffen, die mit den Passport- oder anderen Web-Diensten des Softwarekonzerns gesammelt werden. Microsoft muss im Rahmen des Vergleichs ein umfassendes Informationssicherheits-System einrichten, erklärte die FTC am Donnerstag. Der Passport-Service speichert Passworte und Kreditkartennummern von Nutzern und soll so Einkäufe und Surfen im Internet erleichtern.

Der Vergleich verbietet Microsoft Falschinformationen im Zusammenhang mit Passport. Das Unternehmen muss sich auch durch unabhängige Experten alle zwei Jahre lang bescheinigen lassen, dass es die in dem Vergleich festgelegten Standards für sein Sicherheitssystem erreicht oder übersteigt. Die FTC hatte Microsoft vorgeworfen, im Zusammenhang mit dem Passport- und anderen ähnlichen Diensten täuschende Informationen herausgegeben und auch mehr Informationen als nötig gesammelt zu haben.

Gute Sicherheit sei fundamental für den Schutz des Privatlebens der Verbraucher, erklärte FTC-Leiter Timothy J. Muris. Die FTC war einer Beschwerde von Verbraucherschutzgruppen unter Führung des Electronic Privacy Center (EPIC) gefolgt und hatte ihre Untersuchung vor einem Jahr eingeleitet. Die fünf FTC-Kommissionsmitglieder stimmten allesamt für den Vergleich. Die Aufsichtsbehörde wird bis 9. September Stellungnahmen annehmen und dann entscheiden, ob der Vergleich Gültigkeit erhalten soll.

Microsoft bestätigte die Vereinbarung mit der FTC. Microsoft-Manager Brad Smith versteht die Sicherheitsbedenken der Behörde. Das Sicherheitsniveau von 1999, als der Dienst gestartet wurde, entspreche nicht mehr heutigen Normen. Er bestätigte, dass sein Unternehmen die Sicherheit des Passport-Dienstes für Verbraucher missverständlich angepriesen hatte und dass entsprechende Passagen in Werbetexten entsprechend geändert werden. (anw)