Microsoft nennt Zahlen zu Ermittlungsanfragen

Der Softwarekonzern hat seinen Transparenzbericht für das zweite Halbjahr 2013 veröffentlicht. Demnach haben deutschen Ermittler in rund 5000 Fällen Anfragen zu Nutzerdaten gestellt.

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Microsoft hat seinen Transparenzbericht für das zweite Halbjahr 2013 online veröffentlicht. Demzufolge haben Strafverfolgungsbehörden weltweit 35.083 Anfragen zu 58.676 Accounts von Microsofts Internet- und Speicherdiensten gestellt. Die Anzahl der Anfragen ist damit etwas geringer als im ersten Halbjahr 2013, in dem Microsoft 37.196 Anfragen zu 66.359 Benutzerkonten erhielt.

Zwischen Juli und Dezember 2013 stellten deutsche Behörden über 5000 Anfragen zu Nutzerdaten.

(Bild: Microsoft)

Im Rahmen deutscher Ermittelungen wurden an Microsoft in diesem Zeitraum 5204 Anfragen zu 8895 Accounts gestellt. Die Zahl der Anfragen zu einzelnen Nutzern ist damit leicht gestiegen, während die Gesamtzahl aller Anfragen geringfügig kleiner ausfällt. Gestiegen ist auch, wie häufig die Firma die Auskunft verweigerte: In den ersten beiden Quartalen 2013 hatte das Unternehmen in 0,8 Prozent der Fälle die Herausgabe von Daten abgelehnt, in den Quartalen 3 und 4 gab Microsoft in 3,5 Prozent der Fälle die Daten nicht weiter.

Auch dieser Transparenzbericht enthält laut Microsoft keine Anfragen, die vor dem Hintergrund der "nationalen Sicherheit" von Geheimdiensten aus den USA an Microsoft gestellt wurden. Das Unternehmen hat im Juni des vergangenen Jahres geklagt, um das nach seiner Ansicht verfassungsmäßig garantierte Recht einzufordern, auch solche Anfragen aufführen zu dürfen. Summierte Zahlen zu diesen FISA-Abfragen (Foreign Intelligence Surveillance Act) veröffentlichte Microsoft Anfang Februar. (spo)