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Microsoft peilt problemfreie Markteinführung von Windows 7 an

Bill Veghte, SVP Windows Business, Microsoft

Während die Markteinführung von Vista vor einigen Jahren von verschiedenen Problemen begleitet wurde, wähnt sich Microsoft nun kurz vor dem offiziellen Start von Windows 7 bestens vorbereitet. "Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt", erklärte Mike Nash, Corporate Vice President Windows Product Strategy bei Microsoft, gegenüber heise resale. Mit dem Release Candidate hat Windows 7 nahezu den Entwicklungsstand einer finalen Version erreicht. Die verbliebene Zeit bis zur Markteinführung werde nur noch zur Beseitigung verbliebener Fehler und zur Optimierung des Systems verwendet. "Wir haben nicht, wie noch bei Vista, weitere neue Funktionen hinzugefügt, die abermals Tests und Evaluierungen nach sich ziehen", betonte Nash im Rahmen der alljährlichen weltweiten Partnerkonferenz.

Auch bei der Zusammenarbeit mit Partnern im Vorfeld habe der Hersteller konsequent auf eine zügige Vorbereitung sowie die Anpassung von Hard- und Software an das neue Betriebssystem gedrängt, um den straffen Fahrplan bis zur Markteinführung einhalten zu können. Allerdings bedeutet der Umstieg von Vista auf Windows 7 auch keinen fundamentalen architektonischen Wechsel der Betriebssystemplattform, wie es noch bei XP der Fall war. "Daher profitieren wir jetzt auch von der bereits für Vista geleisteten Arbeit vieler Softwareanbieter, die ihre Applikationen an die neue Plattform angepasst haben", ergänzte Nash.

Derzeit zähle Microsoft weltweit rund 16 000 Partner, die bereits Software speziell für Windows 7 entwickeln. "Dazu hatten wir im Vorfeld schon in Labs für Independant Software Vendors (ISVs) investiert, die in 24 Ländern rund um den Globus eingerichtet wurden", erklärte Bill Veghte, Microsofts Senior Vice President Windows Business, im Rahmen seiner Ansprache vor gut 6000 Partnern in New Orleans. Auch die Zahl der sogenannten Early Adaptors, also Kunden, die Windows 7 bereits in der Evaluierung haben, sei so hoch wie bei keiner anderen Betriebssystemversion zuvor, unterstrich Veghte. So setze das neue OS beispielsweise Maßstäbe in Sachen Kompatibilität: Virtualisierung wird fester Bestandteil des Desktop-Betriebssystems, das neben dem XP-Modus ebenso für den Unternehmenseinsatz mit der Microsoft Enterprise Desktop Virtualization (MED-V) gerüstet sein wird, um auch "ältere" Applikationen nahtlos integrieren zu können.

Hinsichtlich einer zügigen Verbreitung von Windows 7 geben sich die Microsoft-Verantwortlichen rundum optimistisch. Weder auf Seiten privater Kunden noch bei Unternehmen erwartet Veghte Verzögerungen beim Umstieg auf das neue System. Während Microsoft mit Rabattaktionen für die Heimanwenderversion das Konsumentengeschäft schon heute schürt, geht der Konzern davon aus, dass auch Unternehmen – anders als bei Vista – nicht lange zögern werden. "80 Prozent der professionellen IT-Anwender planen den Umstieg auf Windows 7 binnen 36 Monaten", betonte Vegthe. Und auch das Analystenhaus Gartner macht Microsoft Hoffnungen: schon die Beta von Windows 7 sei so ausgereift, dass Unternehmen die übliche Wartezeit bis zum Erscheinen des ersten Service Pack überspringen könnten. Kunden, die Windows auf Basis von Volumenlizenzverträgen nutzen, will der Konzern zudem schon ab dem 1. September 2009 Upgrade-Angebote unterbreiten mit einem Rabatt von 15 Prozent. (Matthias Parbel) / (map)

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