Microsoft probiert Software-Ausleihe aus

Zusammen mit Internet-Providern hat Microsoft begonnen, die Ausleihe von Software-Produkten zu testen.

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Von
  • Jürgen Kuri

Ohne große Ankündigung hat Microsoft angefangen, in einem Pilotversuch die Ausleihe von Software zu testen. Für die Backoffice-Serie aus NT-, SQL- oder Exchange-Server ist ein erstes kommerzielles Angebot verfügbar, das auf Leihgebühren für eine bestimmte Nutzungsphase statt eines festen Kaufpreises beruht.

Entsprechende Verträge bietet Microsoft Internet-Providern an, die ihren Kunden auch Outsourcing von Anwendungen für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen (sogenannte Application Service Provider). Nutzer dieser Angebote zahlen an den Provider während der Laufzeit des Vertrags eine Gebühr für die genutzte Software. Der Provider selbst entrichtet an Microsoft eine monatliche Server License Subscription nur für die Anzahl an Software-Servern, die in diesem Zeitraum von Kunden genutzt werden.

Der erste Provider, der mit einer solchen Leihgebühr arbeitet, ist FutureLink. Beobachter in den USA gehen aber davon aus, daß es sich bei diesen Experimenten von Microsoft nicht um Testballons für Leihgebühren bei Endkunden-Software wie Windows 98 handelt. Vielmehr wolle sich Microsoft wohl besser auf den Markt der Application Service Provider einstellen. Dieser erhielt nach Ankündigungen bekannter Firmen wie Intel, selbst in das Geschäft einzusteigen, gehörigen Aufschwung. (jk)