Microsoft rührt die Werbetrommel für "Longhorn"

Kurz vor Erscheinen der nächsten Preview-Version für Entwickler gibt Microsoft neue Ein- und Ausblicke auf den Windows-XP-Nachfolger "Longhorn".

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Von
  • Manfred Rindl

Die neue Vorschau-Version von Microsofts nächster Windows-Version Longhorn soll auf der kommenden Hardware-Entwicklerkonferenz WinHEC (vom 25. bis 27. 4. 2005 in Seattle) ausgegeben werden. Derweil hat Jim Allchin, Vizepräsident von Microsofts Plattform-Gruppe, den beiden amerikanischen Newsdiensten CNet und eWeek bereits einige neue Details zum Windows-XP-Nachfolger "Longhorn" verraten -- wohl nicht ganz zufällig zu einem Zeitpunkt, als Apple die Fertigstellung und baldige Auslieferung der neuen Version 10.4 seines Unix-Betriebssystems Mac OS X in der Client- und Server-Variante verkündete.

So gibt es einen aktualisierten Zeitplan, der eine erste Beta-Version im Frühsommer (vermutlich Juli) vorsieht. Das Endprodukt soll dann im nächsten Jahr pünktlich zur Feriensaison in den USA erhältlich sein -- in Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme. Die Server-Variante soll 2007 folgen. Wobei die Einhaltung der Termine Priorität genießt -- sodass laut Allchin die eigentliche Herausforderung darin besteht, bei den geplanten Features rechtzeitig die Bremse zu ziehen.

Zu den Neuerungen in "Longhorn" sollen unter anderem die volle Integration von IP Version 6, eine Schnell-Boot-Funktion insbesondere für Notebook-Computer, das neue Grafik-Subsystem "Avalon" und eine deutlich erweiterte Suchfunktion ähnlich wie in Apples Mac OS X 10.4 "Tiger" gehören. An oberster Stelle der Entwicklungsziele stehe indes "konkurrenzlose Betriebssicherheit", wie sich Allchin ausdrückt. Folglich soll sich etwa die integrierte Firewall künftig nicht nur um eingehende Daten kümmern, sondern auch ausgehende Datenpakete überwachen und filtern können. Ebenfalls in die Rubrik Security fallen Neuerungen am ursprünglich unter dem Codenamen "Palladium" segelndem Sicherheitskonzept namens "Next-Generation Secure Computing Base" (NGSCB). Dieser Bestandteil von Microsofts Trustworthy Computing Initiative soll in der kommenden Prewiew-Release für die WinHEC nun erstmals enthalten sein. (mri)