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Microsoft soll 126 US-Dollar mit jeder Xbox 360 verlieren

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Der Anaylsedienst iSupply hat die Hardware-Komponenten der Xbox 360 analysiert. Laut iSupply muss Microsoft allein für die Bauteile der Konsole 470 US-Dollar bezahlen: Den größten Anteil würden die Halbleiterbauteile mit 340 US-Dollar einnehmen, darunter der Grafikchip von ATI, der inklusive dem NEC-Cache mit 141 US-Dollar zu Buche schlägt, der IBM-Hauptprozessor mit 106 US-Dollar und der Samsung-Speicher mit 65 US-Dollar. Weiter berechnet iSupply 53 US-Dollar für die Seagate-Festplatte und 21 US-Dollar für das DVD-ROM-Laufwerk.

Die Beigaben zur Konsole wie das externe Netzteil, der Wireless-Controller und A/V-Kabel veranschlagt iSupply mit zusätzlichen 55 US-Dollar, sodass Microsoft bei einem Verkaufspreis von 399 US-Dollar insgesamt 126 US-Dollar Verlust machen würde. Dabei hat iSupply nach eigenen Angaben bereits Rabatte für Microsoft berücksichtigt. Rechnet man die Preise in Euro um, so kostet Microsoft jede Konsole 445,71 Euro, wodurch nach Abzug der Mehrwertsteuer vom Verkaufspreis knapp 102 Euro Verlust entstehen.

Subventionen sind im Konsolengeschäft nichts ungewöhnliches. So soll bereits die erste Xbox bei der Markteinführung Bauteile im Wert von 323 US-Dollar enthalten haben, der Einführungspreis lag hingegen bei 299 US-Dollar. Die Profite sollen durch die Verkäufe der Spiele und Zusatzkabel erwirtschaftet werden. So plane Microsoft bereits im Jahr 2006 seine Verluste auszugleichen und im Jahr 2007 Gewinne zu erwirtschaften. Die Analysten von iSupply halten es für möglich, dass Microsoft die Kosten für die Chips durch effizientere Produktionsmethoden und Erhöhung der Ausbeute um 20 bis 25 Prozent reduzieren könnte, wodurch sich ihre Verluste um 50 US-Dollar pro Konsole verringern würden.

Siehe zur Xbox 360 auch:

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