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Microsoft startet Offensive für Internet-Telefonie

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Microsoft will sich künftig noch stärker im Markt der Internet-Telefonie engagieren und erweitert das Embedded Betriebssystem Windows CE .NET um eine Voice-over-IP (VoIP) Software-Plattform. Windows CE .NET in der Version 4.2 soll noch in der ersten Jahreshälfte 2003 mit einer grafischen Benutzeroberfläche für Telekommunikationsdienste, einer Entwicklersuite für Echtzeit-Kommunikationsanwendungen auf der Basis des Session Initiation Protocol (SIP) sowie zusätzlichen Netzwerk-, Programmier-, und Sicherheitsdiensten ausgestattet werden. Beispielsweise will der Konzern damit auch das .NET Compact Framework, IPSec oder den WLAN-Standard 802.11a unterstützen.

Auf der Voice on the Net-Konferenz (VON) in San Jose präsentierte der Software-Gigant gemeinsam mit Samsung erstmals ein IP-basiertes Bildtelefon, das mit dem neuen Windows CE .NET arbeitet. Die ersten mit Windows CE .NET ausgestatteten VOIP-Geräte für Endverbraucher würden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2003 von den OEMs auf den Markt gebracht, hieß es.

Die VoIP-Erweiterungen in Windows CE .NET lassen sich nach Microsoft-Angaben auch mit der jüngst vorgestellten Messenger-Software Greenwich verknüpfen. Derzeit befindet sich Greenwich, Microsofts erster Instant Messenger für die Unternehmenskommunikation, allerdings noch im Betastadium. Die VoIP-Erweiterungen sollen zudem kompatibel zu einer neuen Embedded-Lösung sein, die Microsoft unlängst für den Einsatz in Telefonanlagen in kleinen und mittelständischen Unternehmen entwickelt hat. Das System für Tk-Anwendungen basiert auf dem Windows Server 2000 und der Server Appliance Software 2.0 (pmz)