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Microsoft startet selbst gebaute MSN-Suchmaschine

Mit großem Marketing-Aufwand startet Microsoft am heutigen Dienstag seine selbst entwickelte MSN-Suchmaschine offiziell -- nachdem hinter den Kulissen die ehemalige Suchmaschine der Yahoo-Tochter Inktomi bereits ausgemustert wurde. Der neue Suchdienst ist eine 300 Millionen US-Dollar teure Eigenentwicklung, die in 25 Ländern und zehn Sprachen gleichzeitig an den Start geht. Im Vergleich zur Beta-Version, die im November in den Probebetrieb ging, sind nur wenige neue Funktionen hinzugekommen. Dazu gehört die Möglichkeit, in der Enzyklopädie Encarta zu recherchieren.

Zwischen der Encarta und den anderen Suchtypen Web, News und Bilder wechselt der Benutzer wie bei Google über Links. In der Encarta kann er auch Klartext-Fragen stellen: "wie groß ist die Bevölkerung von Hamburg". Als weiteres Alleinstellungsmerkmal kann der Nutzer über die Parameter Aktualität, Popularität und Genauigkeit die Gewichtung der Suchtreffer beeinflussen.

Microsoft hat viele Macken der Betaversion beseitigt (Auch wenn zum Beispiel der Inhaltsfilter noch verbesserungswürdig ist: Anfragen zu "Hintern" oder auch "S.E.X." lässt er zu, "Möpse" dagegen blockt er). Der Index scheint ersten Tests zufolge im Vergleich zu Ende 2004 deutlich gewachsen sein, auch wenn Microsoft nach wie vor von 5 Milliarden indexierten Dokumenten spricht.

Um das erklärte Ziel zu erreichen, Google vom Thron der Suchdienstleister zu stoßen, muss Microsoft aber noch eine größere Bandbreite an Recherchemöglichkeiten bereitstellen. Microsoft hat auch schon weitere Suchdienste, unter anderem für Blogs, angekündigt. (jo)

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