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Microsoft stellt OR-Mapper von .NET quelloffen zur Verfügung

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Scott Guthrie, Aushängeschild der Entwicklungssparte bei Microsoft, hat verkündet, dass der Quellcode des ADO.NET Entity Framework (EF) nun als Open-Source-Software unter Apache-2.0-Lizenz verfügbar ist. Hinter dem Framework verbirgt sich der objektrelationale Mapper (ORM) von Microsofts .NET Framework. Der Code befindet sich auf dem von Microsoft geförderten Open-Source-Portal Codeplex.

Guthrie betont, dass das Entity Framework weiterhin ein offizielles Microsoft-Produkt bleibt: Es arbeiten die gleichen Entwickler daran wie zuvor, und es gibt auch weiterhin dafür den gleichen Produkt-Support des Unternehmens wie bislang. Mit der Freigabe des Codes will Microsoft aber die Nutzer stärker einbeziehen als zuvor. Neben der Möglichkeit, den aktuellen Entwicklungsstand jederzeit betrachten und Feedback geben zu können, will Microsoft ermöglichen, dass externe Entwickler neue Funktionen einbringen. Das Entwicklungsteam folgt damit anderen Softwareprojekten der Redmonder. So sind schon länger ASP.NET MVC sowie seit Kurzem ASP.NET Web API, ASP.NET Web Pages und Windows Azure SDK quelloffen verfügbar.

Die erste Version des Entity Framework erschien im August 2008 im Service Pack 1 von .NET Framework 3.5, Die Version 4.0 – die Versionen 2.0 und 3.0 gab es nie – folgte mit .NET Framework 4.0 im April 2010. Seitdem hat sich das Team hinter der Entity-Framework-Entwicklung von der Release-Folge des .NET Framework gelöst und mehrere Versionen in kurzer Folge geliefert (die Versionen 4.1, 4.1 Update 1, 4.2, 4.3 und 4.3.1). Die Version 5.0, die derzeit als Release Candidate vorliegt, soll in Kürze zusammen mit dem .NET Framework 4.5 im Rahmen von Visual Studio 2012 erscheinen.

Gleichzeitig hat Microsoft neue Funktionen für die Version 6.0 des Entity Framework angekündigt: Genannt werden Unterstützung für die neuen asynchronen Funktionen (async/await), die Microsoft mit C# 5.0 und Visual Basic 11.0 einführt, sowie für Stored Procedures und Datenbankfunktionen auch im Code-First-/Code Only-Vorgehensmodell. Mit Letzterem können Entwickler außerdem zukünftig eigene Generierungskonventionen schreiben. (ane)

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