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Microsoft stellt Touchscreen-Tisch vor

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Microsoft-Chef Steve Ballmer will heute auf der Konferenz D: All Things Digital die von seinem Unternehmen entwickelte Technik "Surface" vorstellen, einen Tisch, in den ein berührungsempfindliches Display eingelassen ist. Mit diesem sollen Nutzer per Berührung und Gesten interagieren können. Zudem könne das Gerät auch verschiedene Gegenstände wie Pinsel oder Mobiltelefone erkennen und zugeordnete Aktionen ausführen, teilt Microsoft mit. "Surface", das Microsoft als eine "neue Gerätekategorie" einführt, soll noch in diesem Jahr unter anderem in Hotels, Einzelhandelsgeschäften und Restaurants installiert werden. Als erste Bezieher haben sich laut Microsoft der Kasinobetreiber Harrah’s Entertainment, Starwood Hotels & Resorts Worldwide und T-Mobile USA eingefunden. Später sollen auch Privatanwender das Gerät erwerben können.

"Surface" soll auch von mehreren Personen gleichzeitig bedienbar sein.

Surface ist ein horizontales 30-Zoll-Display, das ohne Maus von einer "kleinen Gruppe" Menschen gleichzeitig bedient werden kann, schreibt Microsoft. Anwendungsmöglichkeiten gebe es diverse: So sei denkbar, über "Surface" Getränke zu bestellen, eine virtuelle Urlaubspostkarte zu kreieren und abzuschicken oder Musik-Playlisten zusammenzustellen. Geräte, die Surface erkennen soll, müssten mit einem Identifikationstag versehen sein, der einem Barcode ähnelt. Wenn ein Nutzer beispielsweise ein entsprechend präpariertes Weinglas auf "Surface" stelle, könne er mit Informationen über das Getränk versehen werden.

T-Mobile USA stellt sich vor, dass Kunden in den Einzelhandelsgeschäften Mobiltelefone auf "Surface" legen und so über ihren Preis und andere Produkteigenschaften informiert werden. Zudem sollen sie mehrere Geräte miteinander vergleichen können. Das Unternehmen International Game Technology hat mit Microsoft eine Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaft geschlossen, um "Surface" für den Spielemarkt aufzubereiten.

Microsoft-Manager Tom Gibbons erläutert, Untersuchungen des Konzerns hätten ergeben, dass viele Menschen von der Nutzung moderner Technik ausgeschlossen seien. Viele Funktionen in Handy, PCs und anderen elektronischen Geräten würden nicht genutzt, da die Menschen eingeschüchtert seien. Mit "Surface" wolle Microsoft die "traditionellen Hürden" abbauen, sodass die Nutzer mit jeder Form digitaler Inhalte intuitiver und effizienter interagieren können. (anw)

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