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Microsoft stellt angeblich Produktion der Bewegungssteuerung Kinect ein

Microsoft hat laut einem Medienbericht nun den Tod der Bewegungssteuerung Kinect besiegelt und die Produktion eingestellt.

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Bericht: Microsoft stellt Produktion der Kinect ein

Microsoft Kinect

(Bild: Microsoft)

Microsoft hat die Produktion seiner Bewegungssteuerungs-Sensorleiste Kinect gestoppt, berichtet die Website Fastcodedesign. Die Informationen stammen demnach direkt von den verantwortlichen Microsoft-Mitarbeitern Alex Kipman (Kinect-Entwickler) und Matthew Lapsen (General Manager, XBox Devices Marketing). Seit dem Marktstart der ersten Variante im Jahr 2010 habe Microsoft rund 35 Millionen Kinect-Einheiten verkauft. Die Kinect-Hardware soll aber weiterhin für die Xbox unterstützt werden. Inwiefern die Entwickler-Tools noch weiterentwickelt werden – insbesondere wichtig für professionelle Nutzer – ist unklar.

Fastcodedesign zufolge arbeiten mittlerweile viele Mitarbeiter aus dem Kinect-Team an anderen Microsoft-Techniken, etwa der digitalen Sprachassistentin Cortana, der Gesichtserkennung Windows Hello und künftigen Benutzer-Schnittstellen. Microsoft konzentriert sich mittlerweile mit der Xbox One und Xbox One X mehr auf den traditionellen Spielemarkt und tritt damit stärker in Konkurrenz zu Sonys Spielkonsolen Playstation 4 und Playstation 4 Pro.

Die Kinect-Bewegungssteuerung sorgte zwar bei seiner Markteinführung für Wirbel, allerdings gab es nie bahnbrechende Spiele, die von der Hardware profitierten. Traditionelle Spieleserien wie Call of Duty oder Grand Theft Auto sorgten weiterhin für Multi-Millionen-Dollarumsätze, während die Kinect bei vielen Spielern ein Nischendasein fristete oder auf gar kein Interesse stieß. Viele Spieler griffen daher lieber zur wesentlich leistungsstärkeren Playstation 4, die sich im Vergleich zur Xbox One auch deutlich besser verkaufte. Nach Angaben der Website Vgchartz konnte Sony bis zum Juli 2017 rund 62 Millionen Exemplare der Playstation 4 verkaufen, Microsoft aber nur rund 30,6 Millionen Xbox One.

Im April 2014 teilte Microsoft mit, keine dedizierten Kinect-Kameras für Windows mehr herzustellen; die Konsolenversionen ließen sich aber noch über einen Adapter anschließen. Bei der im August 2016 überarbeiteten Xbox One S hatte Microsoft schließlich den Kinect-Anschluss ausgespart. Die ab dem 7. November erhältliche Xbox One X soll auch Hardcore-Gamer dank hoher Bildraten, 4K- und HDR-Unterstützung glücklich machen und eine ernsthafte Alternative zur Playstation 4 Pro darstellen.

Microsoft will sich dem Bericht von Fastcodedesign zufolge mehr auf die Entwicklung der Hololens konzentrieren, die auch Kinect-Sensoren verwendet. (mfi)

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