Menü

Microsoft stoppt Anfang 2008 Lieferung von Windows XP an PC-Hersteller

vorlesen Drucken Kommentare lesen 321 Beiträge

Anfang nächsten Jahres stoppt Microsoft die Lieferung von Windows XP an große OEM-PC-Hersteller. Wenn diese ihre Komplett-PCs nach dem 31. Januar 2008 mit vorinstalliertem Windows ausliefern wollen, müssen sie stattdessen Vista nehmen. Ein Jahr später soll auch die Lieferung von Systembuilder-Versionen an jene kleineren PC-Hersteller enden, die keine eigenen Verträge mit Microsoft haben.

Dennoch dürfte XP weiterhin verfügbar sein, denn Microsoft kann wohl nur die großen OEM-Hersteller dazu bewegen, kein XP mehr zu verkaufen, weil hier Verträge existieren, die den Herstellern sehr große Rabatte einräumen. Als Folge bekommen sie allerdings keine weiterverkaufbaren Komplettpakete, sondern nur die notwendigen Lizenzrechte, um ihre Produkte mit der Software auszustatten, die dann nur auf diesem PC genutzt werden darf.

Kleinere PC-Hersteller hingegen, die keinen eigenen Vertrag mit dem Softwareriesen haben (und deswegen mit kleineren Rabatten vorliebnehmen müssen), bekommen vollwertige Lizenzen mit allem, was dazugehört: die so genannten Systembuilder-Versionen. Die vorhandenen (und eventuell rechtzeitig aufgestockten) Vorräte dürfen sie auch nach einem Lieferstopp sowohl vorinstalliert auf einem PC als auch separat abverkaufen.

Der Lieferstopp hat keinen Einfluss auf die Support-Dauer: Der "Extended Support" läuft bei allen XP-Versionen entgegen den ursprünglichen Planungen noch bis 2014. Solange will Microsoft zumindest jene Patches kostenlos zum Download bereitstellen und via Windows-Update verteilen, die Lücken im System stopfen, die Redmond als sicherheitskritisch einstuft. Kurioserweise ist das derzeit länger, als der Support für Vista Home Basic, Home Premium und Ultimate (selbst für die 64-Bit-Variante) laufen soll – gut möglich, dass Microsoft die Termine hier noch ändert. (axv)