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Microsoft stoppt Entwicklung für Skype auf TV-Geräten

Bei vielen Smart-TV-Besitzern ist ab Juni Schluss mit Skype-Videokonferenzen am Fernseher. Microsoft will seinen Dienst Skype for TV ab diesem Zeitpunkt nicht mehr weiterentwickeln.

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Das Ende der Videochat-Plattform Skype auf Smart-TVs dürfte besiegelt sein. Microsoft will den Dienst Skype for TV künftig nicht mehr weiterentwickeln. Wie Microsoft auf der Support-Seite mitteilt, soll der technische Support ab Juni eingestellt werden. Ab dann wird es keine Updates mehr geben, es können über Skype for TV keine neuen Nutzerkonten eingerichtet und Passwörter geändert werden. Als Grund führt Microsoft geänderte Nutzungsgewohnheiten an, denn selbst im Wohnzimmer werde Skype inzwischen vorrangig über Mobilgeräte eingesetzt.

Das Support-Ende für Skype for TV bedeutet nicht zwingend, dass der Videochat ab Juni nicht mehr auf dem Fernseher funktioniert. Microsoft will dafür sorgen, dass die Kernfunktionen von Skype for TV noch so lange wie möglich laufen. Microsoft rät dazu, Kontakt zum Hersteller des eigenen TV-Geräts aufzunehmen, um die weitere Verfügbarkeit zu prüfen. Allerdings dürften wie zuletzt Samsung weitere TV-Gerätehersteller von Skype-Unterstützung abrücken. Samsung-Modelle des Jahrgangs 2016 kamen schon ab Werk ohne Skype in den Handel.

In den Support-Foren von Skype und einigen TV-Herstellern sorgte die Entscheidung für reichlich Ärger. Skype-Funktionen auf dem Fernseher sehen offenbar viele Nutzer als Kaufargument für ein Gerät. Andere beklagen die teuer angeschaffte, aber demnächst unbrauchbare Zusatz-Hardware wie Webcams für den Fernseher. (vza)