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Microsoft stoppt Passport-Wallet-Service

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"Passport Express Purchase is currently unavailable", diese Rückmeldung erhalten derzeit User, die über die elektronische Brieftasche (Wallet-Service) ihres Passport-Accounts eine Transaktion abwickeln wollen: Der Wallet-Service ist offline. Mit dieser Maßnahme reagierten die Redmonder auf Sicherheitslücken, die durch Marc Slemco, einem Programmierer der OpenSource-Gemeinde, aufgedeckt wurden.

Slemco gelang es, durch eine manipulierte E-Mail an Hotmail-Nutzer vollen Zugriff auf Daten der Wallet-User zu erhalten. Bereits am Donnerstag stoppte Microsoft den Wallet-Dienst und informierte Geschäftspartner, die den Service zur Abwicklung von online-Geschäften nutzen, über die Schwächen des Systems, so das US-amerikanische online-Magazin Wired.

In einer Stellungnahme versuchte ein Microsoft-Sprecher die Wogen zu glätten; schließlich sei niemand durch die Sicherheitslücken im Wallet-System geschädigt worden. Kritiker des Passport-Konzepts haben jedoch grundsätzliche Bedenken: Mit 95 Prozent Marktanteil könnte der Software-Konzern über den Registrierungs-Service auf lange Sicht eine Datenbank aller Internetnutzer aufbauen. (sha)

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