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Microsoft streicht noch mehr Jobs

Wenige Wochen nach dem jüngsten Stellenabbau greift CEO Satya Nadella erneut zum Rotstift. Wieder trifft es die Smartphone-Sparte – und dieses Mal auch den Vertrieb.

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Microsoft

(Bild: dpa, Peter Steffen)

Der US-Softwareriese Microsoft streicht erneut tausende Jobs. Zusätzlich zu den im Mai angekündigten 1850 Stellen will das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahrs im Juni 2017 weitere 2850 Jobs streichen. Neben der schon schwer dezimierten Smartphone-Sparte seien auch weltweit Stellen im Vertrieb betroffen, heißt es im Jahresbericht des Unternehmens für die US-Börsenaufsicht.

Demnach hat Microsoft zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (20. Juni 2016) insgesamt 114.000 Mitarbeiter in Vollzeit. Davon arbeiten 63.000 in den Vereinigten Staaten und 51.000 im Ausland. 37.000 Microsofties arbeiten in Forschung und Entwicklung, während 38.000 Mitarbeiter mit Herstellung, Support und anderen operativen Tätigkeiten beschäftigt sind. 29.000 Angestellte kümmern sich um den Vertrieb. Microsoft Deutschland beschäftigt rund 2700 Menschen.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Microsoft den Angaben zufolge rund 7400 Jobs abgebaut. Davon war hauptsächlich die Smartphone-Sparte betroffen. Das war die zweite große Kündigungswelle nach der Übernahme von Nokias Kerngeschäft. Kurz nachdem der von seinem Vorgänger Steve Ballmer eingefädelte Nokia-Deal in trockenen Tüchern war, hatte CEO Satya Nadella 18.000 Stellen gestrichen, der Großteil davon im Smartphohne-Bereich. Von den ursprünglich rund 25.000 Nokianern mussten inzwischen die meisten wieder gehen. (vbr)