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Microsoft tritt für friedliche Koexistenz von OpenXML und ODF ein

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"Falls wir uns jemals in einem Krieg befanden, ist dieser nun vorüber und beide Seiten haben gewonnen." Das schreibt Brian Jones, ein für die XML-Unterstützung und Dateiformate in Microsoft Office zuständiger Programm-Manager, in seinem Blog. Nun sei es Zeit für gemeinsame, produktive Diskussionen. In den vergangenen Jahren seien mit OpenXML und dem OpenDocument Format (ODF) zwei wichtige Dateiformate auf den Markt gekommen. Beide seien für verschiedene Zwecke entwickelt worden, nun gebe es auch diverse Anwendungsbereiche für beide Formate. Jones schreibt zum Hintergrund seines Friedensangebots, er habe die von Novell veröffentlichte Version von OpenOffice mit OpenXML-Unterstützung begutachtet und sei zu dem Schluss gekommen, es sei "very cool stuff".

Spätestens nachdem sich der US-Bundesstaat Massachusetts im Jahr 2005 dafür entschieden hat, künftig in öffentlichen Institutionen mit dem ODF ein offenes und freies Dokumentenformat einzusetzen, drohte Microsoft hier, aber auch andernorts, ins Abseits zu geraten. Diesem Bundesstaat kommt es wie auch Minnesota, Texas und Kalifornien aber nicht darauf an, Microsoft-Produkte generell auszuschließen, sondern dafür zu sorgen, dass die in Behörden erstellten und gespeicherten Dokumente plattformunabhängig für möglichst lange Zeit lesbar sind. Diesem Kriterium versucht Microsoft mit seinem OpenXML zu entsprechen.

Für Jones ist dieses Vorhaben gelungen. Das Microsoft-Format, aber auch ODF sorgten für langfristige Verfügbarkeit dadurch, dass beide gegenüber unabhängigen Standardisierungsgremien dokumentiert worden seien. Beide Formate seien frei verfügbar, zudem voll interoperabel und zugänglich, und sie hätten noch einen schwierigen Weg vor sich, beispielsweise seien die Tools, die den ISO-ODF-Standard unterstützten, noch nicht vollständig konform, doch man bewege sich in die richtige Richtung. (anw)