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Microsoft übernimmt 400 Yahoo-Mitarbeiter

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Microsoft wird bei seinem Bündnis mit Yahoo zur Internet-Suche mindestens 400 Mitarbeiter von dem Partner übernehmen. Microsoft zahlt Yahoo zudem über drei Jahre 150 Millionen Dollar als Starthilfe der Kooperation, wie Yahoo per Börsenpflichtmitteilung bekannt gab.

Mit der zunächst auf zehn Jahre angelegten Allianz verbünden sich die beiden Konzerne gegen den Rivalen Google. Der Suchmaschinen-Gigant dominiert den lukrativen Markt für Werbung rund um die Web-Suche. Das vergangene Woche angekündigte Bündnis muss aber noch von den Wettbewerbshütern genehmigt werden, was viele Monate dauern kann.

Der Bündnisvertrag hat unter anderem auch wegen dieser rechtlichen Unwägbarkeiten eine Ausstiegsklausel: Er kann zum Juli 2010 "im gegenseitigen Einvernehmen" beendet werden. Yahoo hat zudem das Recht, diese Frist nochmals um sechs Monate zu verlängern, wenn die Kartellwächter bis dahin kein grünes Licht gegeben haben.

Microsoft und Yahoo haben zunächst für zehn Jahre vereinbart, dass Bing die alleinige Suchmaschine für die Yahoo-Seiten wird. Yahoo soll dafür exklusiv den Vertrieb für alle Online-Suchanzeigen für Premium-Kunden beider Firmen übernehmen, Microsofts AdCenter darüber hinaus die übrigen Online-Suchanzeigen verwalten. Microsoft erhält eine Lizenz für Yahoos Suchtechniken, um sie in eigene Anwendungen und in Bing einzubauen.

Von den gemeinsamen Werbeeinnahmen, die über Yahoo-Sites erzielt werden, bleiben dafür für die ersten 5 Jahre der Vertragslaufzeit 88 Prozent bei Yahoo; anschließend haben beide Seiten die Möglichkeit, die Exklusivvereinbarung für die Vermarktung der Online-Suchanzeigen zu verändern. Für die verbleibenden 5 Jahre der Vertragslaufzeit gehen dann zwischen 83 und 93 Prozent der über Bing-Suchen bei Yahoo erzielten Einnahmen an den Internet-Konzern.

Siehe dazu auch:

(Jürgen Kuri) / (jk)

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