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Microsoft übernimmt Grafik-Spezialisten Havok

Microsoft hat Havok, den Anbieter der gleichnamigen 3D-Physik-Engine übernommen. Das irische Software-Unternehmen gehörte seit 2007 Intel.

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Am gestrigen Freitag meldete Microsoft den Erwerb von Havok, dem Anbieter der erfolgreichen 3D-Physik-Engine, vom Vorbesitzer Intel. Intel hatte die in Dublin ansässige Software-Schmiede 2007 übernommen. Damals zahlte Intel 110 Millionen US-Dollar; zu welchem Preis Havok nun den Besitzer wechselt, veröffentlichten die Geschäftspartner nicht.

Dass Microsoft den Spiele-Sektor für sehr wertvoll hält, zeigte sich vor gut einem Jahr, als das Unternehmen den Minecraft-Macher Mojang für beeindruckende 2,5 Milliarden US-Dollar aufkaufte. Havoks Physik-Engine will Microsoft aber offenbar nicht nur in Spielen einsetzen: Sie sei eine fantastische Erweiterung für Microsofts Plattform-Komponenten für Entwickler inklusive DirectX 12, Visual Studio und Azure.

Die Havok-Engine kam bislang in mehr als 600 Spielen zum Einsatz, von Half Life 2 und Bioshock, über Assassin's Creed und Call of Duty bis zu Destiny und Dark Souls. Microsoft hatte die Engine bereits für eigene Spiele eingesetzt, etwa in Halo 2 und 3 und Age of Empires III. Aktuell findet sie im kommenden Xbox-One-Spiel Crackdown 3 Verwendung.

Der Haupkonkurrent von Havok, die PhysX-Engine von Ageia gehört seit 2008 Nvidia. Der Grafikkarten-Spezialist hat die Physik-Simulation kontinuierlich erweitert und beschleunigt sie mit Hilfe der eigenen GPUs. (rop)

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