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Microsoft übernimmt Spielestudios inXile und Obsidian

Die Gaming-Sparte von Microsoft erhält Zuwachs: Das Unternehmen kauft die beiden Rollenspiel-Spezialisten Obsidian Entertainment und inXile Entertainment.

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Microsoft übernimmt Spielestudios inXile und Obsidian

Pillars of Eternity

(Bild: Obsidian Entertainment)

Microsoft Studios hat die US-amerikanischen Spiele-Entwicklerfirmen Obsidian Entertainment und inXile Entertainment übernommen. Das gab der Konzern im Rahmen seiner Veranstaltung X018 in Mexiko bekannt. Die beiden Zukäufe sind vor allem in der Entwicklung von Rollenspielen tätig.

Spezialisiert auf Rollenspiele

Bereits im Oktober gab es Gerüchte, Microsofts Spiele-Sparte wolle sich Obsidian Entertainment sichern. Dieser Entwickler wurde unter anderem mit den Rollenspielen "Fallout: New Vegas" und "Star Wars: Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords" bekannt, ferner mit zwei Teilen der Retro-Reihe "Pillars of Eternity". In den letzten Jahren soll Obsidian jedoch in finanzielle Schwierigkeiten geraten sein. Zuletzt hatte Microsoft Studios auf der Messe E3 2018 den Kauf von vier Entwicklerfirmen angekündigt, die Exklusivtitel für die Xbox produzieren sollen.

inXile Entertainment hat sich ebenfalls auf Rollenspiele spezialisiert und wurde unter anderem durch "Wasteland 2" bekannt – von letzterem Titel ist bereits ein dritter Teil in Arbeit. Das erst kürzlich erschienene "The Bard's Tale IV" hinterließ einen eher gemischten Eindruck. inXile und Obsidian gingen beide um das Jahr 2003 aus einer Entlassungswelle bei der Firma Interplay (im Zuge der Schließung von Black Isle Studios) hervor.

Microsoft teilte mit, man wolle beide Studios unabhängig und unter ihrem bisherigen Namen arbeiten lassen. Zwar dürfte Microsoft mit den Übernahmen vor allem seine Position bei zugkräftigen künftigen Exklusivtiteln für die Xbox ausbauen wollen, jedoch würdigt das Unternehmen in seiner Mitteilung auch die Expertise beider Studios bei PC-Spielen. Mit einem Nachfolgemodell der derzeitigen Xbox One ist wohl nicht vor 2020 zu rechnen.

(tiw)

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