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Microsoft und Facebook planen eigenes Highspeed-Unterseekabel

Marea soll die leistungsfähigste Transatlantik-Datenverbindung werden. Das 6600 km lange Kabel soll deutlich weiter südlich anlanden als viele andere.

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Microsoft und Facebook planen eigenes Highspeed-Unterseekabel

(Bild: Microsoft)

Facebook und Microsoft wollen gemeinsam eine eigene Hochgeschwindigkeits-Internetleitung aus den Vereinigten Staaten nach Europa installieren, genauer von Virgina bis ins spanische Bilbao.

Bereits im August 2016 wollen die Teilnehmer des Projekts Marea die Arbeit aufnehmen und diese bis Oktober 2017 beendet haben. Mit an Bord ist das zu Telefónica gehörende Unternehmen Telxius, das sich um die Bereitstellung und den Betrieb der Datenverbindung kümmern soll. Die Kosten für das Projekt gaben die Unternehmen nicht bekannt.

Marea soll die bis dato leistungsfähigste Transatlanik-Verbindung sein und über acht Glasfaserstränge eine Kapazität von 160 TBit/s bereitstellen. Zudem soll es das erste Transatlantikabel sein, das die USA mit Südeuropa verbindet. Von Bilbao aus sollen die Daten in weitere Länder Europas, Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens verteilt werden.

Das Projekt folgt einem Trend. Zum ersten Mal nach über zwölf Jahren Pause wurde im September 2015 mit dem Hibernia Express ein neues Transatlantik-Seekabel in Betrieb genommen. Es zeichnet sich durch die kürzeste Signallaufzeit über den Großen Teich aus. Anfang 2016 startete dann Aqua Comms seine America EuropeConnect-Verbindung (AEConnect), bei der Microsoft bereits Leitungskapazität anmietet. Zudem gab Google vor zwei Jahren im August 2014 bekannt, gemeinsam mit asiatischen Firmen ein Pazifikkabel verlegen zu wollen. Dessen Kosten wurden auf rund 300 Millionen US-Dollar beziffert. (apoi)

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