Menü

Microsoft und Facebook vereint gegen Kinderpornografie

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 171 Beiträge
Von

Ein Verfahren, das Microsoft schon seit längerem bei SkyDrive und Bing einsetzt, wird in Zukunft auch Facebook verwenden, um Bilder mit Kinderpornographie zu identifizieren. Microsoft hat die PhotoDNA-Technik gemeinsam mit dem Dartmouth College entwickelt und 2009 dem US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) überlassen.

Bis heute habe Microsoft über zwei Milliarden Bilder in seinen Diensten ausgewertet und über 2500 Darstellungen von Kinderpornographie identifiziert. Davon sei kein einziges falsch eingestuft worden. PhotoDNA dient dazu, bekannte Bilder wiederzuerkennen, sodass ihre Weiterverbreitung unterbunden werden kann. Die bisherige Erfahrung habe gezeigt, dass viele Bilder jahrelang im Netz verfügbar seien und sich über die ganze Welt verbreiteten. So habe NCMEC in den untersuchten Diensten unter anderem Bilder aus den USA, Großbritannien und Brasilien gefunden.

NCMEC hat seit 2002 fast 49 Millionen kinderpornographische Fotos und Videos analysiert, davon über 13 Millionen im vergangenen Jahr, schreibt der Präsident Ernie Allen. Die Opfer seien in dieser Zeit immer jünger geworden. Von den mehr als 3500 von den Justizbehörden identifizierten Kindern auf weit verbreiteten Bildern seien 10 Prozent Kleinkinder und 67 hätten noch nicht die Pubertät erreicht. (ck)