Microsoft und Getty beenden Urheberrechtsstreit mit Partnerschaft

Die Foto-Agentur zieht ihre Klage gegen Microsofts Bilder-Werkzeug zurück. Die Unternehmen wollen künftig gemeinsam Bilder-Anwendungen fürs Internet entwickeln.

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(Bild: Screenshot)

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Microsoft und Getty Images haben ihren Rechtsstreit über Urheberrechtsverletzungen durch eine Anwendung der Suchmaschine Bing beigelegt. Beide Unternehmen haben am Dienstag eine Partnerschaft angekündigt und wollen gemeinsam Anwendungen für die Nutzung von Getty-Bildern entwickeln. US-Medienberichten zufolge haben beide Seiten ihre Klagen vor einem Bundesgericht zurückgezogen.

Die Foto-Agentur Getty hatte Microsoft im September 2014 verklagt und dem US-Softwareriesen vorgeworfen, mit der kurz zuvor eingeführten Anwendung "Bing Image Widget" die Urheberrechte der Foto-Agentur und anderer Rechteinhaber massiv zu verletzten. Mit dem daraufhin von Microsoft wieder abgeschalteten Widget ließen sich Bilder aus der Bing-Bildersuche als Collagen oder Bilderstrecken in Websites einbinden.

Laut der Klage von Getty seien so alle im Internet verfügbaren Bilder in eine riesige unlizenzierte "Clip-Art-Sammlung" für Webseite-Betreiber verwandelt worden, ohne dass die Rechteinhaber um Erlaubnis gefragt werden müssten. Die Anwendung erleichtere so massive Urheberrechtsverstöße. Getty vertritt die Rechte von zahlreichen Urhebern und hat über 180 Millionen Bilder im Portfolio. Die Agentur produziert auch eigene Anwendungen, mit denen sich Fotos legal einbinden lassen.

Mit der neuen Partnerschaft ist dieser Streit jetzt vom Tisch. Zu weiteren Einzelheiten der Zusammenarbeit äußern sich die Unternehmen nicht. (vbr)