Menü

Microsoft unterstützt Aufnahme des ODF in die ANSI-Liste

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 213 Beiträge
Von

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat laut eigenen Angaben für die Aufnahme des OpenDocument Format (ODF) in die Liste der American National Standards gestimmt. Das Votum sei Bestandteil des Prozederes des zuständigen American National Standards Institute (ANSI), erklärt der Konzern. Der für Interoperabilität zuständige Microsoft-Manager Tom Robertson erläutert, Kunden hätten ihren Wunsch nach Interoperabilität und Innovation geäußert. Es gebe einige weitere Formate, die die ANSI nicht in ihrer Liste aufführe wie zum Beispiel .doc, PDF, RTF und HTML. Die Aufnahme des ODF sei nur ein "erster Schritt". Microsoft forciert auch die Aufnahme des eigenen Formats Open XML in die ANSI-Liste.

Das American National Standards Institute (ANSI) ist – ähnlich wie das Institut für Normung in Deutschland (DIN) – zuständig für die Normung industrieller Verfahren in den USA. Es arbeitet über das International Committee for Information Technology Standards (INCITS) mit der International Organization for Standardization (ISO) zusammen. Dem INCITS-Vorstand gehören unter anderem Vertreter von Apple, HP, IBM, Intel, Oracle und Microsoft an. Aus dem Konzern war im März bereits bekannt geworden, dass er für eine Koexistenz von OpenXML und ODF eintritt. Nach Ansicht des Konzerns erfüllten beide Formate die in US-Behörden zunehmend geäußerte Anforderung, dauerhaft und plattformunabhängig lesbar zu sein.

In den Augen von Robertson bedienen ODF und Open XML unterschiedliche Bedürfnisse, erläutert der Microsoft-Manager in einem hausinternen Interview. Während Open XML dafür geschaffen sei, mit Milliarden bereits existierender Office-Dokumente zu arbeiten, unterstütze das ODF die Funktionen von OpenOffice und StarOffice. Es gebe "einige wichtige Unterschiede" zwischen den Formaten; Microsoft wolle den Kunden die Wahl lassen, welches Format sie bevorzugten. (anw)