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Microsoft vergrätzt seine Silber- und Gold-Partner

Microsoft verändert die Geschäftsbedingungen für kostenlosen Support und interne Verwendung von Lizenzen zuungunsten seiner Silber- und Gold-Partner.

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(Bild: Elekes Andor CC-BY-SA 4.0)

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Microsoft hat Änderungen der Geschäftsbedingungen für zertifizierte Partner angekündigt. Ab dem 1. Oktober 2019 dürfen die Produktlizenzen, die in Action Packs im Lieferumfang enthalten sind, nur noch im Rahmen der Kompetenzen der Partnerschaft kostenlos verwendet werden. Wer also Partner im Bereich Microsoft Office ist, kann dann nur diese Lizenzen für Testzwecke verwenden. Werden Lizenzen für weitere Produkte (z.B. Microsoft Dynamics 365) benötigt, sollen diese bei Microsoft gekauft werden.

Zum 1. Juli 2020, wenn die meisten bereits gekauften Action-Pack-Abonnements abgelaufen sind, beendet Microsoft laut neuer Geschäftsbedingungen zudem die Regelung der Internal Use Rights (IUR) für Partner, nach der Softwarelizenzen aus einem Action Pack für interne Zwecke genutzt werden dürfen.

Microsoft Certified Partner (MCP) sollen gegenüber Kunden Microsoft-Produkte und -Dienstleistungen anbieten. Dabei können sie mit der Zertifizierung durch Microsoft werben und bekommen Vergünstigungen in Form von Rabatten. Sogenannte Silber- und Gold-Partner haben sich in der Regel auf bestimmte Produktfelder spezialisiert und bekommen besondere Unterstützung durch Microsoft. Diese sind von den Änderungen besonders betroffen.

Zudem können Microsoft-Partner ein Jahresabonnement in Form eines sogenannten Action Packs (für Windows, Server, SQL-Server, Share Point, Office, Teams oder Dynamics) kaufen. Dieses enthält unter anderem Lizenzen, die der Partner für interne Zwecke wie Tests oder Vorführungen nutzen darf (Internal Use). Zudem hatten Partner die Möglichkeit, eine bestimmte Anzahl an kostenlosen Supportanfragen an Microsoft zu stellen.

Normalerweise können Silber- oder Gold-Partner sowie Abonnenten eines Action Packs einige (meist bis zu 10) kostenlose Supportfälle bei Microsoft eröffnen. Diese Möglichkeit bei On-Premise-Produkten von Microsoft (sprich: alles, was nicht zur Cloud gehört) entfällt, schreibt "Patch Lady" Susan Bradley auf der Website AskWoody. Supportanfragen zu solchen Produkten müssen dann bezahlt werden, das sind zur Zeit 499 US-Dollar pro Support-Fall. (axk)