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Microsoft verlängert Produktsupport um einige Tage

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Microsoft unterscheidet in seinem Lifecycle Guide zwischen verschiedenen Phasen, in denen der Softwareriese Support für seine Produkte anbietet. Während der ersten fünf Jahre nach Erscheinen gilt der "Allgemeine Support", währenddessen bietet Microsoft seinen Kunden außer den wichtigen sicherheitskritischen Updates auch an, technische Anfragen zu bearbeiten und nimmt Wünsche nach Hotfixes entgegen, die nach Microsofts Meinung nicht im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Themen stehen.

Nach Ablauf der fünf Jahre gilt der "Erweiterte Support". In dieser Phase stellt Microsoft nur noch sicherheitskritische Updates kostenlos zur Verfügung, weitere Patches gibt es, falls überhaupt, nur noch gegen Bezahlung. Der Erweiterte Support gilt bei älteren Produkten ebenfalls fünf Jahre, bei neueren hingegen entweder fünf Jahre oder aber bis zum Erscheinen der zweiten Nachfolgeversion. Im Falle von Windows XP beispielsweise dürfte der erweiterte Support damit mit dem Erscheinen des Nachfolgers von Windows Vista enden.

Üblicherweise endete eine dieser Support-Phasen bislang am Monatsende, doch hat Microsoft das nun umgestellt: Stattdessen enden sie nun am darauffolgenden Patchday. Damit verlängern sich die Support-Phasen um rund 10 Tage. Und wenn Microsoft an diesem Patchday Updates veröffentlicht, will es für diese weitere 30 Tage Support leisten.

Als erste profitierten von der Verlängerung Betreiber von Servern mit Exchange 5.0 und 5.5, deren Haltbarkeitsdatum eigentlich überschritten ist. Trotzdem lieferte Microsoft zum Januar-Patchday einen Fix für ein Sicherheitsproblem bei der Behandlung von TNEF-Mails auch gleich für die beiden Oldtimer. Grund dafür dürfte wohl die immer noch sehr hohe Verbreitung von Exchange-5-Servern sein. Und die könnte man ohne Patch durch eine einzige Mail kapern.

Der Erweiterte Support gilt übrigens nicht für Produkte, die Microsoft in den Kategorien "Consumer", "Hardware" oder "Multimedia" einsortiert. Betroffen ist davon unter anderem die Home-Edition von Windows XP, deren Allgemeiner Support Ende 2006 ausläuft. Damit die Support-Politik nicht zu einfach zu verstehen ist, gilt das allerdings nur für die Ursprungs-Version. Denn die Installation eines Services-Packs hat Einfluss auf die Support-Dauer: Anschließend gilt der Support entweder bis zum normalen Ende oder aber bis 12 Monate nach Erscheinen des Service Packs, je nachdem, was länger dauert. Doch auch davon gibt es eine Ausnahme, denn da Microsoft mittlerweile das Service Pack 3 für Windows XP angekündigt hat, gilt der allgemeine Support für Windows XP Home Edition (wie auch für XP Pro) mit SP2 mindestens bis 12 Monate nach dem Erscheinen des SP3. Für Endanwender mit XP Home bedeutet das, dass sie sicherheitskritische Updates ab dem nächsten Jahr womöglich nur noch dann einspielen können, wenn sie zuvor das SP2 eingespielt haben. (axv)

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