Microsoft veröffentlicht Standalone-VC-1-Codec

Für diejenigen, die der Beta des Windows Media Player 11 für XP skeptisch gegenüber stehen, geben die Windows-Media-Entwickler eine Standalone-Version ihrer Implementierung des Videostandards VC-1 heraus.

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Von
  • Volker Zota

Für diejenigen, die der kürzlich veröffentlichten Beta des Windows Media Player 11 für XP skeptisch gegenüber stehen, geben die Windows-Media-Entwickler eine Standalone-Version ihrer Implementierung des Videostandards VC-1 heraus. Ebenso wie MPEG-4 AVC (H.264) und MPEG-2 ist VC-1 eines der obligatorischen Videoformate für die DVD-Nachfolger Blu-ray Disc und HD DVD. Alle der c't-Redaktion bislang vorliegenden HD DVDs nutzen diese verallgemeinerte und von der SMPTE standardisierte Version von Microsofts Windows Media Video 9.

Die Microsoft-Implementierung von VC-1 hört auf den Namen "Windows Media Video Advanced Profile" (FOURCC: WVC1; der gleichnamige, im Windows Media Player 10 enthaltene Codec ist veraltet und nicht zu VC-1 kompatibel). Das im Doom9-Forum angekündigte VC-1-Paket enthält neben den als DirectX Media Objects ausgelegten Codec-Bibliotheken das zur Steuerung des Encoders benötigte Visual-Basic-Skript WMCmd.vbs. Der Encoder (wvc1dmoe.dll) liegt als Beta vor, der Decoder (wvc1dmod.dll) ist hingegen bereits final.

Wem die Bedienung des Microsoft-Skripts zu umständlich ist, der kann zwar auch den Windows Media Encoder 9 (32- und 64-Bit-Version) verwenden, doch muss man hier die erweiterten Funktionen (wie Loopfilter, Lookahead oder Dquant) manuell in der Registry eintragen. Einfacher geht es beispielsweise mit dem Encoder-Frontend WMNicEnc 1.0 Alpha.

Der VC-1-Encoder läuft unter Windows XP und Windows Server 2003 SP1. Des Weiteren benötigt man die Windows Media Format SDK 9.5 oder den Windows Media Player 10. (vza)