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Microsoft veröffentlicht neue To-Do-App

Microsoft hat seine Aufgabenverwaltung To Do überarbeitet und ausgebaut. Die neue App soll vor allem Wunderlist-Nutzer endlich zum Wechsel bewegen.

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(Bild: Microsoft)

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Es gibt immer viel zu tun, große und kleine Dinge. Die überarbeitete App "To Do" von Microsoft will helfen, bei all den Aufgaben und Plänen nicht den Überblick zu verlieren. Mit einem neuen Design und diversen Neuerungen will Microsoft nun vor allem Wunderlist-Nutzer dazu bewegen, auf die To-Do-App umzusteigen. Verlocken sollen etwa Personalisierungsmöglichkeiten und die schlaue Tagesplanung "My Day".

Nutzer können das Hintergrundbild selbst bestimmen und eine passende Farbvorlage aussuchen. Jede Aufgaben-Liste kann also anders aussehen. Außerdem gibt es den inzwischen schon obligatorischen Dunkelmodus (Dark Mode), der die Bedienoberfläche in Schwarz- und Grautöne einfärbt – iOS-Nutzer müssen darauf jedoch noch warten, bis iOS 13 erscheint.

In einem Werbevideo erinnert Microsoft die Wunderlist-Nutzer daran, was sich in den vergangenen Monaten alles in der To-Do-App getan hat. "Wir haben das Beste aus Wunderlist genommen und in das intelligente, vernetzte und sicherheitszentrierte Ökosystem von Microsoft eingebracht", schreibt das Unternehmen. To Do bietet beispielsweise einige smarte Planungsfunktionen, die bereits in Wunderlist verfügbar waren.

2015 hatte Microsoft das Berliner Start-up 6Wunderkinder samt Wunderlist-App übernommen. Im Frühjahr 2017 stellte Microsoft dann seine eigene Aufgabenverwaltung namens To Do vor; sie wurde vom Wunderlist-Team entwickelt, verfügte anfangs aber noch nicht über den Funktionsumfang des Originals. Im Juni erschien die Aufgabenverwaltung für macOS, womit To Do auf allen wichtigen Plattformen verfügbar ist.

Die Reise von Wunderlist zu To Do in einem farbenfrohen Werbevideo. (Quelle: Microsoft Office 365)

Derweil möchte der Gründer von Wunderlist seine App von Microsoft wieder zurückkaufen. Christian Reber will damit verhindern, dass Wunderlist bald abgeschaltet wird. Der Gedanke mache ihn traurig, schrieb er auf Twitter. Die Nutzer würden den Dienst doch lieben, meint Reber. Zwar gibt es noch keinen konkreten Termin für das Ende von Wunderlist. Allerdings betont Microsoft recht deutlich, dass To Do die Zukunft gehört. "Wir haben uns die besten Teile von Wunderlist und To Do angesehen, um herauszufinden, wie wir diese in eine großartige App integrieren können", schreibt das Entwickler-Team. Ursprünglich hatte Microsoft angekündigt, das Aus für Wunderlist komme, sobald To Do den gesamten Funktionsumfang biete. (dbe)